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"Ich feiere gern mit Euch in der Linna"

Magdalenenoktav "Ich feiere gern mit Euch in der Linna"

Der Abschluss der Amöneburger Magdalenenoktav stand am Montagabend ganz im Zeichen der Kolpingfamilien. In diesem Jahr kamen insgesamt rund 2500 Gläubige zur Lindaukapelle.

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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick segnete beim Einzug die Gläubigen. Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Wenn der gebürtige Mardorfer und heutige Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick nach Amöneburg kommt, dann gilt rund um die Lindaukapelle der Ausnahmezustand. Auto um Auto schlängelte sich auf der Suche nach einem Parkplatz im Schritttempo den Berg hinauf.

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Abschlussgottesdienstes sind alle 400 Sitzplätze in und vor der Kapelle besetzt. Wer jetzt noch sitzend die Feierlichkeiten verfolgen will, der muss sich seinen eigenen Klappstuhl mitbringen. Traditionell stand der Montagabend ganz im Zeichen der Kolpingfamilien Oberhessen, die in diesem Jahr den 200 Geburtstag ihres Gründers feiern. Am heutigen Gedenktag der heiligen Martha von Bethanien sorgten zahlreiche Abordnungen mit ihren Bannern beim feierlichen Einzug in die Kapelle für ein imposantes Bild.

Für viele Wallfahrer ist der Besuch des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick der Höhepunkt der Magdalenenoktav. „Schön, dass du es dir nicht hast nehmen lassen in deiner Heimat das Wort Gottes auszulegen“, hieß Amöneburgs Pfarrer Marcus Vogler den Erzbischof willkommen. Er zelebrierte neben Erzbischof Schick gemeinsam mit Pfarrer Gerhard Braun, Pfarrer Günter Wondrak und assistiert von den beiden Diakonen Gerhard Jungmann und Wilfried Jockel den Gottesdienst. „Ich feiere gerne mit euch in der Linna“, antwortete Erzbischof Schick. Musikalisch umrahmte die Musikkapelle der Kolpingfamilie Amöneburg den Abschlussgottesdienst. Martha von Betanien und Adolpj Kolping hätten auch heute noch wichtiges zum Christentum zu sagen, erklärte Erzbischof Schick.

Schick mahnt christliche Ordnung an

„Auf unser tätiges Christentum kommt es an, auf das die Welt zur christlichen Ordnung zurückkehrt“. Themen, wie gute Ehen, Familien als Keimzelle für Gesellschaft und Kirche, gute Erziehung, die immer Leib-, Geist -und Herzensbildung sein müsse, hätten Adolf Kolping schon vor 150 Jahren bewegt und seien auch heute noch aktuell, so der Erzbischof. Oft werde heute die christliche Ordnung vergessen und viele junge Leute ließen sich nicht mehr trauen, erklärte der Erzbischof. „Ich weiß, dass hier in den christlichen Dörfern Oberhessens die christliche Ordnung noch gewahrt wird, aber auch wir müssen aufpassen die christliche Ordnung zu erhalten“, rief Schick auf.

Christof Grimmel von der Kolpingfamilie Niederklein und Heinrich Nau von der Kolpingfamilie Schröck ergänzten den Gottesdienst mit einer Meditation und dem Gebet der Kolpingfamilie. Mit dem Kolpinglied endete der stimmungsvolle Gottesdienst. Rund 2500 Wallfahrer kamen während der einwöchigen Magdalenenoktav an die Lindaukapelle. Pfarrer Marcus Vogler wies darauf hin, dass die Wallfahrtsaison am 8.September mit einem Festgottesdienst ende.

von Karin Waldhüter

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