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Hubschrauberpilot geblendet

Abendliche Suchaktion der Polizei Hubschrauberpilot geblendet

Gegen 21.40 Uhr entdeckte eine Zugführerin eines durchfahrenden Zuges im Gleisbett am Bahnhof in Kirchhain eine im Gleisbett liegende Person mit Rucksack. Das löste eine Suchaktion aus.

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Am späten Montagabend gab es am Bahnhof Kirchhain eine Suchaktion.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain . Am Montagabend sperrte die Bahn auf Bitten der Polizei umgehend die Strecke. Die Sperrung dauerte bis etwa 23.30 Uhr. In der Zwischenzeit suchten Beamte der Polizeistation Stadtallendorf und der Bundespolizei das Gleisbett ab. Der Rettungsdienst stand in Bereitschaft.

Ein im Bahnhof stehender langer Güterzug erschwerte die Suchaktion nach einem Kind mit braunem Rucksack (die OP berichtete hier). Gefunden wurde niemand. Was es mit der Beobachtung der aufmerksamen Zugführerin letztlich auf sich hatte, bleibt offen.

Vorsichtshalber forderte die Polizei einen Hubschrauber an, der die Strecke mehrfach ab etwa 23 Uhr abflog und dabei auch Stadtallendorf erreichte. Dort kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall, von dem die Polizei gestern berichtete. 

Ein 36-jähriger, polizeibekannter Mann aus dem Ostkreis steht unter dringendem Verdacht, die Piloten mit einem Laserpointer gezielt und lang andauernd geblendet zu haben.

Ein Laserpointer ist ein schmaler Stift, der einen Laserstrahl aussendet, etwa, um bei Präsentationen etwas zu zeigen. Er hat je nach Typ eine hohe Reichweite und Intensität, eine Gefahr, auf die die Pilotenvereinigung Cockpit und Ermittlungsbehörden immer wieder hinweisen.

Die Piloten des Hubschraubers mussten Montagabend auf die Blend­attacke reagieren. Sie mussten abdrehen, Schutzbrillen aufsetzen und die Positionslichter ihres Hubschraubers ausschalten. Aber: Der Polizei gelang es, den mutmaßlichen Täter zu stellen. Bei ihm wurde ein Laserpointer sichergestellt.

Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, ein Straftatbestand nach Paragraph 315 Strafgesetzbuch. Der Strafrahmen liegt grundsätzlich zwischen 6 Monaten und 10 Jahren.

Es gebe immer wieder Anzeigen wegen solcher Blend­attacken, dass die Polizei einen dringend Tatverdächtigen ermitteln könne, sei allerdings sehr selten. „In diesem Falle ist es der Ortungstechnik des Hubschraubers und der Aufmerksamkeit der Piloten geschuldet“, erläuterte Polizeisprecher Martin
Ahlich gegenüber der OP.

von Michael Rinde

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