Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Holzblöcke prägen den "Park"

Eigenleistung Holzblöcke prägen den "Park"

Auf dem früheren Hatzbacher Friedhof entsteht dank des Engagements vieler Helfer ein parkähnlicher Treffpunkt.

von Karin Waldhüter

Hatzbach. Bis zu 300 Kilogramm schwere Eichenholzblöcke schwebten am Samstagmorgen durch die Luft, um am Boden mit Hilfe vieler freiwilliger Helfer an Ort und Stelle befestigt zu werden. Kurz nach acht Uhr begann der freiwillige Arbeitseinsatz am alten Friedhof in der Eichenwaldstraße. Im Zuge des Dorferneuerungsprojektes alter Friedhof entsteht dort durch Eigenleistungen von Hatzbacher Bürgern ein parkähnlicher Treffpunkt, der zwei Ansprüchen gerecht wird, wie Ortsvorsteher Frank Drescher erläuterte. „Zum einen sollen die Eichenblöcke den Eindruck vermitteln, dass es sich um einen ehemaligen Friedhof handelt, zum anderen können die Holzblöcke auch als Spielmöglichkeit genutzt werden“, so Drescher. Allerdings solle das Areal nicht zu einem Spielplatz werden, betonte der Ortsvorsteher der noch wenige Minuten zuvor zusammen mit Knut Rühl und Wolfgang Dippel die schweren Eichenholzblöcke zum Verladen an einem Kran befestigt hatte.

Zimmermann Karl Jasky manövrierte die Blöcke dann sicher über eine Hecke, um sie auf dem sieben mal sieben Meter großen Platz hinabzulassen. Insgesamt 25-mal wiederholte sich die Prozedur, dann hatten alle Eichenholzblöcke ihren Platz auf dem vorab befestigten Gelände gefunden. Volker Hoeck, Heiko Schmidt, Jürgen Schmidt, Uwe Vaupel, Pascal Drescher, Torben Knoch, Holger Bötel, Reinhard Wagner und Paul-Heinz Schmidt arbeiteten Hand in Hand, nahmen die Blöcke in Empfang und verschraubten sie am Boden oder kümmerten sich um die Grünanlage. „Zwischen 100 und etwa 300 Kilogramm sind die unterschiedlich großen Holzblöcke schwer“, schätzte Paul-Heinz Schmidt. Nach dem Aufstellen der Holzblöcke brachten die Helfer dann einen Fallschutz aus Hackschnitzel rund um die Blöcke auf. Bernd Schuchardt vom Bürgerverein sorgte für die Bewirtung der Helfer und unterstützte die Arbeiten. Im Zuge der Umgestaltung war der Platz von Baum- und Strauchwerk befreit worden, Neuanpflanzungen kamen hinzu. Rustikale Eichenbänke wurden aufgestellt.

Zufrieden zeigt sich Drescher über die Zahl der freiwilligen Helfer. „Wenn Helfer gebraucht werden sind immer viele da“, sagt er. Insgesamt 30000 Euro wurden für die Umgestaltung des alten Friedhofs veranschlagt. Demnächst soll der bestehende Barfußpfad mit neuen Materialien aufgewertet werden und der Weg mit einer neuen Decke aufgearbeitet werden. Vor allem die Bestückung des Platzes mit den beeindruckenden Eichenholzblöcken sei nicht einfach gewesen, betonte Drescher. „Die Eichenholzstämme stammen aus den heimischen Wäldern und sind mindestens 250 Jahre alt“, verdeutlichte Drescher. Zunächst sei geplant gewesen die Klötze zu kaufen. Doch Preise zwischen 13000 und 15 000 Euro durchkreuzte die Pläne.

Mit Hilfe von Hessen Forst wurden schließlich zwei Eichenholzstämme aus dem Herrenwald und ein Stamm aus dem Ebsdorfer Grund gefunden In einem Sägewerk wurde das Rohholz auf das benötigte Maß gebracht. Sie sollen zur besseren Haltbarkeit noch mit einer schützenden Holzlasur versehen werden. Auf der gesamten Fläche soll abschließend Gras ausgesät werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis