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Hoffnungen des Vereins ruhen auf der Jugend

50 Jahre Hoffnungen des Vereins ruhen auf der Jugend

Sportlich durchlebt der SV Kirchhain eine Talfahrt. Beim Kommers anlässlich des 50-jährigen Bestehens war die Stimmung trotzdem gut. Der Vorsitzende schwor die Mitglieder auf die Zukunft ein.

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Der SV Kirchhain ehrte zahlreiche Vereinsmitglieder für langjährige Zugehörigkeit.

Quelle: Yanik Schick

Kirchhain. „Es ist unser Bestreben, den Senioren-Spielbetrieb wieder in Gang zu bringen. Ob es uns gelingt, weiß ich nicht. Aber wir werden die Hoffnung nicht aufgeben“, versprach Klaus Fischer - und die rund 50 Mitglieder im Festzelt vor dem Vereinsheim spendeten großen Beifall.

Der Vorsitzende des SV Kirchhain hielt eine leidenschaftliche Rede über die Vergangenheit des Vereins, aber auch über die aktuelle sportliche Situation - und die sieht, zumindest mit Blick auf den Seniorenfußball, nicht gut aus. In der Saison 2015/16 musste der SV seine Mannschaft mangels Personal zurückziehen. Seitdem ruht der Ball am Sandfang. Für einen Neustart fehlen momentan nicht nur Spieler, sondern auch Ehrenamtliche, die den Spielbetrieb organisieren würden, wie Fischer berichtete.

Die Hoffnung des Vereins ruht deshalb besonders auf dem Nachwuchs - von den Bambini bis zur C-Jugend ist derzeit jede Altersklasse mit mindestens einer Mannschaft besetzt. Etwa 90 der rund 160 Vereinsmitglieder entstammen der Jugendabteilung. Kein Wunder also, dass Fischer im Rahmen des Kommerses nicht nur die Arbeit der Trainer würdigte, sondern auch das Wirken des langjährigen Jugendleiters Athan Kalamas hervorhob. Er sei ein „Herzstück des Vereins“.

Ausgiebig widmete sich der Vorsitzende einem Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre des SV. 1967 war der Verein gegründet worden, „weil damals viele Fußballer aus Kirchhain auswärts gespielt hatten“, erzählte Fischer. Es sei das Ziel gewesen, neben dem TSV einen zweiten Verein zu gründen, damit alle Kirchhainer auch in ihrer Stadt Fußball spielen konnten. Da sollte es auch kein Hindernis sein, dass die Trainingsbedingungen zu Anfang nicht wirklich optimal waren. Am Sportplatz am Sandfang hatte es nämlich noch kein Flutlicht gegeben, deshalb mussten die Spieler bei den Einheiten im Winter mit dem Licht ihrer Autos dafür sorgen, dass auf dem Rasen noch etwas zu sehen war.

Sportliche Höhepunkte und Aufstiege gab es in der Geschichte des SV Kirchhain immer mal wieder. Mehr Bedeutung als einzelne Erfolge hat für Klaus Fischer allerdings die jahrzehntelange Konstanz: „Von 1985 bis 2015 haben wir immer mindestens in der A-Liga gespielt. Wir können stolz darauf sein, das mit unseren Möglichkeiten geschafft zu haben“, sagte er.

Lob gab es auch von Bürgermeister Olaf Hausmann: „Vereine funktionieren nur, wenn es Menschen gibt, die sich engagieren. Und beim SV gibt es viele, die das jahrelang getan haben.“ Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber ergänzte, er sei „beeindruckt von der Kameradschaft und Menschlichkeit im Verein“.

Jürgen Hertlein, der Vorsitzende des Sportkreises Marburg-Biedenkopf, und Hubert Höck vom Hessischen Fußball-Verband nahmen Ehrungen vor.

Ehrungen:

50 Jahre Mitgliedschaft (Gründungsmitglieder): Oskar Gies, Adam Bender, Johann Mück, Paul Leege.

40 Jahre: Fritz Fink, Birgit Schütze, Reinhard Lesch, Detlef Sohn, Rolf Thielemann.

25 Jahre: Bernd Erlemann, Gerhard Kulikowski, Mathias Weinand, Heiko Brieden, Manfred Gröning, Mike Thielemann.

10 Jahre: Günter Koch, Thomas Vaupel, Matthias Hofmann, Marion Jabelonski, Marco Birck, Manuel Hopf, Maik Weber, Dennis Gündüz, Steffen Franz, Heinrich Hahn, Maritta Koch, Athan Kalamas.

Besonderes Engagement im Vorstand: Athan Kalamas, Jürgen Schütze, Ingo Wennhoff, Sebastian Schütze, Dieter Heiner, Heiko Brieden.

von Yanik Schick

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