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Hoffnung auf Inspiration und Vielfalt

Begegnungswochenende Hoffnung auf Inspiration und Vielfalt

Seit einem Jahr ist Philip Schütz Leiter der evangelischen Sing- und ­Musikschule. Sein bisher aufwendigstes Projekt ist die neue Kooperation mit Coswigs Musikschule.

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Philip Schütz wirbt für das große Konzert am Samstagabend in der Stadthalle. Foto: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Das am Freitag beginnende Begegnungswochenende ist aus Sicht von Philip Schütz das wohl größte Einzelprojekt, das er in den vergangenen zwölf Monaten bewältigt hat. Seit einem Jahr ist Philip Schütz Leiter der evangelischen Sing- und Musikschule Stadtallendorf. Im Herbst vergangenen Jahres gehörte er zu einer Stadtallendorfer Delegation, die die Partnerstadt Coswig besuchte. Dabei entstand der Kontakt zur dortigen öffentlichen Sing- und Musikschule. Daraus ist das Begegnungswochenende entstanden. Etwa 40 Teilnehmer aus der Partnerstadt treffen in Stadtallendorf morgen ein und verbringen das Wochenende in Gastfamilien. Die Musikschule der Partnerstadt habe etwa die Größe der in Stadtallendorf, sagt Schütz im Gespräch mit der OP.

Für die Öffentlichkeit herausragend ist das Begegnungskonzert an diesem Samstag in der Stadtallendorfer Stadthalle (die OP berichtete). Ab 20 Uhr treten dort Ensembles beider Musikschulen auf. Schütz rechnet mit rund 90 Musikern, die den Abend gemeinsam gestalten. Die verschiedenen Gruppen haben sich auf Stücke verständigt. Sie werden sich bei Proben zusammenfügen. Natürlich sind auch einzelne Ensembles zu hören. Es gibt ein breites Spektrum, erklärt Schütz. „Wir wollen unsere Vielfalt zeigen“. Er verspricht sich von diesem Konzert sehr viel, vor allem auch Inspiration für die Teilnehmer wie auch die Besucher.

Es passiert aber noch viel mehr an diesem Wochenende. Unter anderem gibt es Workshops für die Gäste aus Coswig wie auch Stadtallendorfer Musikschüler. Eine hochkarätige Referentin widmet sich übergreifenden Themen wie Klang oder Rhythmus.

Schülerwünsche als ein „roter Faden“

Ein gleiches, altersgerechtes Angebot gibt es für Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren. Auch dort soll das Motto „Begegnung“ gelebt werden. Schütz freut sich über breite Unterstützung vonseiten der Stadtverwaltung und Bürgermeister Christian Somogyi für das gesamte Wochenende. Somogyis Coswiger Amtskollegin Doris Berlin kommt ebenfalls nach Stadtallendorf. Am Sonntag wird es dann beim Gottesdienst in der Stadtkirche noch einmal einen Auftritt der Coswiger Musikschüler geben.

Die evangelische Sing- und Musikschule hat sich im ersten Jahr unter der Leitung von Philip Schütz entwickelt. Ihr Angebot hat sich verbreitert. Eine herausragende Neuerung ist zum Beispiel der Eltern-Kind-Kurs, bei dem es um musikalische Früherziehung geht. Er ist momentan voll, Schütz denkt bereits über einen Ausbau des Angebotes nach. „Niemand wird abgewiesen“, verspricht er. Seine Philosophie bleibt der Gedanke, dass der Schüler und ­seine Wünsche im Mittelpunkt stehen. Das ist sein „roter Faden“.

Beim Blick in die Zukunft denkt er auch an den Unterrichtsbedarf anderer evangelischer Kirchengemeinden im Kirchenkreis Kirchhain. „Denkbar ist, dass wir in diesen Gemeinden Unterricht anbieten“, sagt Schütz. Und auch das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“, will er fortsetzen, obwohl es keine Landesförderung mehr gibt.

  • Termine: Das Begegnungskonzert beginnt am Samstag, 25. Juni, um 20 Uhr in der Stadthalle. Der Gottesdienst am Sonntag beginnt um 10 Uhr in der Stadtkirche und steht auch unter dem Motto „Begegnung“.

von Michael Rinde

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