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Hoffen auf die Jagdgenossen

Sorgenkind Bentreff-Brücke Hoffen auf die Jagdgenossen

Der Ausbau der Bücherei im Dachgeschoss der ­Hofreite ist fast abgeschlossen. Was jetzt noch fehlt, ist die Beleuchtung.

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Mit der alten Bentreff-Brücke befasst sich der Ortsbeirat bereits 2012. Getan hat sich seitdem nichts.

Quelle: Archiv

Wohra. „Mit den Arbeiten an der Bücherei sind wir so weit durch“, verkündete der beauftragte Planer Werner Sachs während der ersten Ortsbeiratssitzung in diesem Jahr. Mit Hilfe von Eigenleistungen waren der Raum leergeräumt und die Deckenbalken gestrichen worden.

Nach Fertigstellung des Fußbodens, der Heizungssanierung, Elektroinstallations-, und Putzarbeiten, der neuen Eingangstreppe und des Fluchtweges (die OP berichtete) fehlt jetzt nur noch die Beleuchtung. Dafür ist ein Lichtschienensystem mit Strahlern und Leuchten vorgesehen. Eine Restsumme von 2000 bis 2500 Euro steht dafür zur Verfügung. Planer Sachs bezifferte die Kosten für eine einfachere Variante des Lichtschienensystems auf etwa 2400 Euro. Darin enthalten sind nicht die Kosten für die Strahler und Leuchten.

Bürgermeister Peter Hartmann möchte mit der Auftragsvergabe abwarten, bis alle Kosten abgerechnet sind. Erst dann wisse die Gemeinde, welche Summe für die Beleuchtung zur Verfügung stehe. Die Lampen könnten eventuell durch Spenden finanziert werden, sagte Hartmann.

Insgesamt hatte der Landkreis 30 000 Euro für den Ausbau der Bücherei zur Verfügung gestellt. Wann die Bücherei, die derzeit in einem Nebengebäude der Hofreite untergebracht ist, in die neuen Räumlichkeiten einziehen wird, ist noch offen.

Aufräumen für das Ferienlager

Während der Besichtigung des Dachgeschosses wurde auch der Lagerraum der Vereine in Augenschein genommen. Immer mehr Sachen seien auf dem angrenzenden doch recht verdreckten Dachboden gelandet, erläuterte die Ortsvorsteherin und regte im Beisein der anwesenden Vereinsvorstände an, dort aufzuräumen, auch um Platz für das Ferienspiellager zu schaffen, das ursprünglich in der Bücherei untergebracht war.

Bürgermeister Hartmann brachte den Ortsbeirat auf den neuesten Stand in Sachen Bentreff-Brücke in der ­Gemündener. Das stark sanierungsbedürftige Bauwerk (die OP berichtete mehrfach) sei nach einer erneuten Untersuchung durch das Ingenieurbüro seit Weihnachten gesperrt, da sich der Brückenzustand weiter verschlechtert habe. Das Ingenieurbüro hatte empfohlen die Brücke für den Verkehr zu sperren und nur noch als Fußgänger- und Radwegbrücke zu benutzen und zudem geraten, eine Schotterschüttung hinter den Widerlagern der Brücke anzubringen, um die Durchfahrt zu versperren. Am 27. März findet die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft statt. Dann soll hinsichtlich ­einer Kostenbeteiligung im Falle einer Sanierung der Brücke in Höhe von einem Drittel der Baukosten angefragt werden. „Jetzt müssen wir schauen, was nächste Woche herauskommt“, so Hartmann. „Wir müssen jetzt abwarten, wie sich die Jagdgenossenschaft entscheidet und welche Verfahrenswege angenommen werden“, fasste Keding-Groll zusammen. „Ich halte die Sperrung für gerechtfertigt, es gibt bedenkliche Setzungen“, verdeutlichte Harald Homberger, der die Brückensperrung für alternativlos hält. Durch die Sperrung der Brücke wird jetzt die Holderstraße mehr genutzt. Trotz „Anlieger frei“-Schild, würde die Straße verstärkt durch auswärtige Fahrer genutzt, berichtete eine Anliegerin. Es wurde angeregt ein Exempel zu statuieren und einen Tag lang Kontrollen durchzuführen. Weiter wurde überlegt die dortigen Container zu versetzen.

Zum Thema Eigenleistungen Friedhof war Friedhofswärter Dietmar Palm in die Hofreite gekommen. Für das Streichen des Holzzauns würde er gerne einen Aktionstag im Frühjahr ansetzen, erklärte Palm. Das Material sei bereits vorhanden. Vier bis fünf Helfer seien für die Arbeiten nötig. Der Termin wird kurzfristig bekannt gegeben. Eventuell werde der Bagger des Bauhofs benötigt, um Restfundamente am neuen Weg auszubaggern.

Sandfang wird zur Motocross-Strecke

Eine Art „Patenschaft“ regte Keding-Groll in Bezug auf Eigenleistungen rund um die Hofreite an. Die Eingangstür, die oberen Tore und die Bänke bedürften einer Renovierung. Mit den Eltern der Trachtenkinder wolle sie hinsichtlich der Renovierungsarbeiten im großen Saal Kontakt aufnehmen. Sie bat den Vorschlag der Patenschaften gedanklich mit nach Hause zu nehmen.

Im Verlauf der Versammlung sprach der Ortsbeirat die Empfehlung an den Gemeindevorstand aus, dem Antrag eines Anliegers auf Einziehung des Feldweges Gemarkung Wohra, Flur 8, Flurstück 12 mit der Einschränkung stattzugeben, dass der Gemeindewald zugänglich für Pflegearbeiten bleibt.

Weiter wurde die Situation im Bereich Sandfang diskutiert, der verstärkt durch Motorcross-Fahrer genutzt werde. Harald Homberger sprach sich dafür aus, Verbotsschilder aufzustellen und den Platz mit Holz abzusperren. Um sich über die Situation ein Bild zu machen trifft sich der Ortsbeirat am 26. März um 17 Uhr zu einem ­Ortstermin. Unter dem Motto „Dorfleben erhalten - Dorfleben gestalten“ lädt die Trachtengruppe am 16. April zu einem gemeinsamen Essen in die Hofreite ein.

von Karin Waldhüter

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