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Hörbuch-Ausleihe an Tankstellen überzeugt Jury

Business at school Hörbuch-Ausleihe an Tankstellen überzeugt Jury

Tankstellen als Hörbuch-Verleihstellen - mit dieser Geschäftsidee setzten sich vier Stiftsschüler beim Wettbewerb "Business at school" gegen die Konkurrenz aus Bad Nauheim durch.

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Kristoffer Burck (von links), Martin Immel, Eric Bangert und Jana Payer bilden das Stiftsschul-Team, das sich beim Wettbewerb Business at school“ gegen die Konkurrenz aus Bad Nauheim durchsetzte.Foto: Klaus Böttcher

Amöneburg. Vier Teams - drei aus Bad Nauheim und eins aus Amöneburg - stellten im Rabanus-Haus der Stiftsschule einer Jury ihre Geschäftsidee vor. Dazu hatte jedes Team 15 Minuten Zeit, hinzukamen 10 Minuten, in denen die Jury Nachfragen stellen konnte. Die Bad Nauheimer Schüler hatten sich folgende Geschäftsmodelle ausgedacht: „Servoir“ ist ein Einkaufsservice für Senioren, „Penicillus“ ein selbstnachfüllender Universal-Pinsel und „Bibstar“ eine Designer-Plattform für Hipster-Lifestyle-Mode.

Damit kamen sie jedoch nicht gegen die „Maudex“-Idee des Amöneburger Teams an, das sich mit hauchdünnem Vorsprung durchsetzte.

„Maudex steht für Mobil Audio Kodex, also mobiles Hörbuch“, erklärt Kristoffer Burck aus Burg-Gemünden den Begriff und erläutert die Geschäftsidee: „Unser Prinzip ist, dass wir an Tankstellen Hörbücher verleihen und verkaufen.“

„Wenn Sie zum Beispiel mit dem Auto in den Urlaub fahren, die Kinder quengeln hinten und nerven, dann steuern sie eine Raststätte an, die mit einem Schild der Firma Maudex gekennzeichnet ist“, ergänzt Martin Immel aus Hatzbach. Dort gebe es dann für zehn Euro ein Startpaket mit einem Hörbuch und neun Wertmünzen zu kaufen. Wenn das Buch gehört ist, kann es an der nächsten Raststätte mit Maudex-Plakette gegen ein anderes getauscht werden. Dafür werden drei Euro und eine Wertmünze fällig.

Wie die vier Schüler auf diese Idee kamen, erklärt Eric Bangert aus Emsdorf: „In unserem Umfeld sind Hörbücher nicht gerade modern, aber wir haben uns mal umgesehen, welche Probleme es gibt. Da ist uns aufgefallen, dass Hörbücher für einmaligen Hörspaß recht teuer sind.“ Entsprechend bietet sich ein Ausleihmodell an. Noch dazu unterstütze das Prinzip die Spontanität unterwegs.

„Nach einer Kundenumfrage haben wir eine Schnittmenge gebildet zwischen der Kundenmeinung und unseren Vorstellungen“, erzählt Jana Payer aus Niederwald. „Wir sind dann auf zehn Euro für das Startpaket und drei Euro für den Umtausch gekommen“, sagt die einzige Frau im Team und ergänzt: „Das Besondere ist, dass man die letzte CD behalten darf.“

Stiftsschüler gewannen auch die ersten Runden

Eugen Balzer betreut den Wettbewerb an der Stiftsschule und hebt hervor: „Das Team musste einen Businessplan entwickeln, das heißt nicht nur die Idee haben, sondern bei Banken Finanzierungsmöglichkeiten erfragen, sich nach steuerlichen Verpflichtungen bei einer GmbH erkundigen, eine Marktanalyse erstellen und Kunden befragen.“

Das Projekt dauert insgesamt ein Jahr und läuft in drei Phasen ab. „In der ersten Phase analysiert man ein Dax- oder börsenorientiertes Unternehmen“, erklärt Kristoffer Burck. Die zweite Phase bestand aus der Analyse eines Kleinunternehmens mit weniger als 20 Mitarbeitern. Die Amöneburger hatten dafür Optik Kempe in Kirchhain analysiert. „Bei den ersten beiden Präsentationen sind wir auch auf den ersten Platz gekommen“, freut sich Jana Payer über den Dreifach-Triumph - mit dem sich die Amöneburger für den Landesentscheid am 13. Mai in Hanau qualifiziert haben.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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