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Hochzeit unter Hochdruck

Paar nimmt an TV-Show teil Hochzeit unter Hochdruck

Heiraten ist aufregend. Für Stefanie und Christian Schicha irgendwie nicht aufregend genug. Sie hatten nicht nur 100 Gäste, sondern auch ein Filmteam von Vox auf ihrer Hochzeitsfeier dabei.

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Wenn heute um 16 Uhr auf Vox die Serie „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“ läuft, werden Christian und Stefanie Schicha gemeinsam mit Freunden vor dem Fernseher sitzen. Das Paar kämpft in dieser Woche um eine Traumreise.

Quelle: Marie Lisa Schulz

Stadtallendorf. Sie wohnen zusammen und verbringen trotzdem nur wenig Zeit miteinander. Sie teilen sich den gemeinsamen Nachnamen, manchmal aber nur wenige gemeinsame Minuten am Tag. Er arbeitet im Schichtbetrieb bei der Firma Fritz Winter, sie als Zahnmedizinische Fachangestellte.

Irgendwann mal, in einer gemeinsamen Mittagspause, lief der Fernseher im Hintergrund - einfach weil er vergessen wurde auszuschalten. „Sie planen den schönsten Tag ihres Lebens - dann bewerben Sie sich“; säuselte eine weibliche Stimme. Schönster Tag des Lebens. Hochzeit. Das waren die Schlagworte für Stefanie Schicha, die sich inmitten ihrer eigenen Hochzeitsvorbereitungen befand. Kleid aussuchen, Feier organisieren, Familie und Freunde einladen. Der Fernsehsender Vox war es, der mutige Brautpaare für die Serie „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“ suchte. Und Stefanie Schicha (23) war es, die ihren Verlobten mit großen Augen anblickte. „Bewerben?“ fragte sie. „Bewerben!“ - sagte er. Und das, ohne die Sendung jemals zuvor gesehen zu haben. Mail geschrieben. Mail vergessen. Wieder zurück in den stressigen Alltag. Und dann kam die Antwort von Vox: „Sie sind dabei.“

Bräute besuchen sich gegenseitig

Ein kleiner Schock für das Paar. Die Schnapsidee wurde Wirklichkeit. In den nächsten Wochen wurden Verträge unterschrieben und Bedenken beiseitegeschoben. „Wird schon“, sagte sich das junge Paar immer wieder. Das Prinzip der Sendung ist einfach: Vier Bräute besuchen sich gegenseitig auf der Hochzeit. Immer im Schlepptau: das Kamerateam. Im Anschluss geht es an die Punktevergabe: welches Kleid war das Schönste, welches Essen am leckersten, wo die Stimmung am besten.

Das Paar mit der höchsten Punktzahl darf dann in die Flitterwochen fliegen. Der Preis für so viel Aufregung: eine Woche in der Dominikanischen Republik. Verlockend genug für das junge Paar, auch die letzte Unterschrift unter den Vertrag zu setzten. Und dann wurde es ernst. Drei Hochzeitsbesuche standen für die 23-jährige Stefanie Schicha auf dem Plan - und ganz nebenbei musste sie noch ihre eigene feiern. Mit 100 Gästen im Bürgerhaus in Erksdorf. Stress für die junge Braut. Denn zuvor ging es einmal mit dem Zug in die Schweiz, einmal nach Berlin, beim dritten Mal nach Köln. Drei unterschiedliche Bräute - drei unterschiedliche Hochzeiten. „Ich war so drin in den Vorbereitungen für das eigene Fest, dass ich es wirklich interessant fand zu sehen, wie andere ihre Hochzeit feiern“, erklärt Stefanie Schicha.

Ihre eigene Feier hat das junge Paar aus Stadtallendorf bis ins kleinste Detail geplant. Mit weißen Tauben, einer Limousine und Kanonenschüssen. Nichts haben sie dem Zufall überlassen. Der angeblich schönsten Tag im Leben - durchgeplant bis ins letzte Detail.

Bedenken kurz vor dem großen Tag

Irgendwann, kurz bevor es ernst wurde, verließ Stefanie und Christian Schicha doch der Mut. Ja sagen - das würden sie. Zweifelsohne. Aber wirklich vor Millionen von Fernsehzuschauern? Was, wenn das Kamerateam die Zeremonie stört? Was, wenn die Gäste durch die Anwesenheit des Filmteams nicht abschalten können? Zweifel, Ängste und ein bisschen Reue waren dabei, als das Filmteam in der Kirche Position bezog. „Aber wir haben die Kamera dann gar nicht wahrgenommen. Vielleicht standen wir so unter Adrenalin. Wir haben den Tag einfach genossen.“

Die Kamera konnten sie ausblenden, die Gastbräute nicht. Jeder kritische Blick könnte Punktabzug bedeuten. Jedes Stimmungstief sie weiter wegrücken von der Traumreise. Und genau die wollen Stefanie und Christian Schicha gewinnen. Nach all dem Hochzeits- und Haus-Umbau-Stress. Denn die frisch getrauten Eheleute haben sich ein eigenes Heim gekauft. Stecken mitten in den Renovierungsarbeiten. Das, was sie anfassen, ziehen sie durch - die Schichas. Keine halben Sachen. Immer mit vollem Herzblut dabei. Nach sechs Monaten Beziehung kam der Heiratsantrag. Wieso denn auch warten, wenn man(n) weiß, was er will.

Und wie bewertet das junge Paar seine Siegeschancen? „Jeder findet seine eigene Hochzeit perfekt“, wagt Stefanie Schicha eine Einschätzung. Ob es gereicht hat? Einfach einschalten.

  • Vier Hochzeiten und eine Traumreise, Vox, Montag bis Freitag, 16 Uhr.

von Marie Lisa Schulz

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