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Hochwasserschutz: Renaturierung nutzlos

Disput Hochwasserschutz: Renaturierung nutzlos

Der Großseelheimer Landwirt und Kirchhainer Stadtverordnete Ludwig Nau hat einen Zusammenhang zwischen der gescheiterten Renaturierung des Bauerbachs und dem Hochwasserschutz für Großseelheim zurückgewiesen.

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Oberhalb von Großseelheim fließt der Bauerbach an mehreren Gärten vorbei. Foto: Matthias Mayer

Großseelheim. Das parteilose Mitglied der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen widersprach damit den gleichlautenden Einschätzungen des Gießener Regierungspräsidiums und des Kirchhainer Bürgermeisters Jochen Kirchner (OP-Bericht vom 18. Mai), wonach der Hochwasserschutz für Großseelheim am Veto von fünf nicht kooperationswilligen Bach-Anliegern gescheitert sei.

Die geplante Renaturierung des Bauerbach-Oberlaufs habe auf den Hochwasserschutz für den Ort praktisch keine Auswirkungen, sagte Ludwig Nau und berief sich dabei auf entsprechende Festlegungen eines Ingenieurbüros, das im Großseelheimer Bürgerhaus das städtische Hochwasserschutz-Konzept vorgestellt hatte.

Bei den fünf „Verweigerern“ handele es sich um Kleinlandwirte und ehemalige Landwirte, die die entsprechende Aussage des Ingenieurbüros kennen würden. „Es geht um die Verschandelung von Flächen. Wenn diese dem Hochwasserschutz nicht dient, dann geben wir unsere Flächen nicht her“, gab Nau den Tenor wieder.

Nach seiner Überzeugung waren es die Bauerbach-Anlieger in der Ortslage, die den Hochwasserschutz für Großseelheim verhindert haben. Zugleich sah er keinen Zusammenhang zwischen der gescheiterten Renaturierung und dem Rückbau der Einbauten in den Bach. Deren Entfernung habe die Untere Naturschutzbehörde schon vor zwei oder drei Jahren verlangt.

von Matthias Mayer

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