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Historische Stücke wecken Erinnerungen

Museum Historische Stücke wecken Erinnerungen

Der neue Heimat-, Trachten- und Museumsverein stellte sich und das Museum vor - mit einer Veranstaltung, die zu einem zünftigen Dorffest mit Gesang, Tanz und Schauspiel wurde.

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Heinrich Ried (von links), Christopher Greb, Winfried Bieker und Stephan Maus waren am Mundartsketch beteiligt. Fotos: Böttcher

Roßdorf. Rund um das Haus der Vereine, in dem sich im Obergeschoss das Trachtenmuseum befindet, war allerhand los. Die Sitzgelegenheiten waren schnell besetzt, die Schlange an der Kuchentheke wurde immer länger, und die Bratwürste konnten gar nicht so schnell gegrillt werden, wie sie verlangt wurden. Neben dem Museum, in das die Besucher nach und nach gingen, war die Fotoausstellung im unteren Raum der alten Roßdorfer Schule ein Anziehungspunkt - besonders für die älteren Bürger, ihren Kindern oder Enkeln, die zu den Bildern passende ­Geschichten erzählten.

Von alten Geschichten und Anekdoten, die früher bei der Feldarbeit die Runde gemacht hätten, sprach auch die Vorsitzende des neuen Vereins, Andrea Luzius, bei der Begrüßung und der Vereinsvorstellung. Ziel sei, dass die alten Geschichten, Sitten und Gebräuche früherer Zeit und die dazu passende Kleidung nicht vergessen werden. Passend dazu hatte sie eine Tracht angezogen, wie sie bei der Feldarbeit getragen wurde, den Heurechen in der Hand.

Angesichts der Vorstellung des Heimat-, Trachten- und Museumsvereins waren sehr viele Besucher in Tracht gekommen. Die wenigen täglichen Trachtenträgerinnen, die es noch gibt, aber auch viele jüngere Frauen und Mädchen kamen in der katholischen Marburger Tracht, die im Amöneburger Becken stark vertreten war. „Sie dürfen heute den Frauenröcken hinterher schauen“, forderte Luzius die Besucher auf und kündigte als nächstes Ziel die Einrichtung eines Museumscafés im unteren Raum an.

Schilder mit den früher üblichen Dorfnamen der Bewohner sollen demnächst die Häuser in Roßdorf zieren. Das Vorstandsmitglied Anja Schäfer, natürlich in Tracht, zeigte dazu Muster und nahm Bestellungen entgegen. Dem verstorbenen ehemaligen Ortsvorsteher Manfred Stumpf sei es zu verdanken, dass heute das Haus der Vereine zur Verfügung stehe, erinnerte Bürgermeister Michael Plettenberg und drückte seine Freude über das Museum und die Vereinsgründung aus. Als sehr positiv bezeichnete auch Landrätin Kirsten Fründt das Museum, den Verein und dessen Ziele: „Wir unterstützen sie gerne weiter.“

Die Vereinsgemeinschaft in Roßdorf hat einen starken Zusammenhalt, so war es auch bei diesem Fest selbstverständlich, dass die anderen Vereine sich beteiligten. Sie machten die Straße zur Bühne, auf der der Männergesangverein und der gemischte Chor Cantilena sangen, die Frauen der Trachtentanzgruppe tanzten, und die Kindergartenkinder mit einem Singspiel begeisterten. Zudem gab es besondere Unterhaltung: Den Mundartsketch „Die Roßdorfer Feldgendarmen“ spielten Ortsvorsteher Stephan Maus, Winfried Bieker, Heinrich Ried, Christopher Greb, Tilli Nau und Bürgermeister Michael Plettenberg.

von Klaus Böttcher

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