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Hilfsbereitschaft setzt sich fort

Typisierungsaktion Hilfsbereitschaft setzt sich fort

"Mund auf gegen Blutkrebs" hieß es an der Stiftsschule: 110 junge Menschen - und damit fast dreiviertel aller in Frage kommenden Schüler, beteiligten sich an der Typisierungsaktion.

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Noel Rhiel aus Roßdorf (vorne, rechts) übergibt nach dem Wangenabstrich das Wattestäbchenset an Stefanie Weiss.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Zum zweiten Mal gab es an der Stiftsschule eine Typisierungsaktion. Im Jahr 2008 war ein Schüler an Krebs erkrankt und fand mithilfe der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) einen passenden Spender. Aus der Typisierungsaktion gingen zudem acht Spender hervor, die Leben retten konnten.

Die damalige große Hilfsbereitschaft in der Schulgemeinde blieb Leiter Hans-Georg Lang in besonderer Erinnerung. Und so hatte er im Vorfeld der diesmal vom Landkreis initiierten Typisierung alle Kurse angesprochen. „Die Resonanz ist groß, und der heutige Tag ist eine Fortsetzung dieser erfolgreichen Aktion“, erklärte Lang mit Blick auf den herrschenden Andrang.

Oberstufenleiter Thomas Martin hatte die Aktion mitorganisiert, Schüler des Schulsanitätsdienstes leisteten Unterstützung, indem sie die Erfassungsbögen ausfüllten und beim Aufbau mitgeholfen hatten.

150 Euro an Spenden kamen zusammen

Martin Quarg von der DKMS freute sich über die Resonanz: „Die Aktion ist sehr gut gelaufen. Es ist ein tolles Ergebnis, und 110 Schüler haben sich entschieden, zum Lebensretter zu werden.“ Zudem kamen 150 Euro an Spenden zusammen. Den endgültigen Spendenausweis erhalten die Schüler dieser Tage.

Insgesamt 150 Schüler hatten zum Einstieg in das Thema den Vortrag des DKMS-Mitarbeiters über die Knochenmarkspende und die Einzelheiten der Typisierung in der Aula gehört. „Der Aufwand für den Spender steht in keinem Verhältnis für den Erkrankten und was es für seine Gesundheit bedeuten kann“, erklärt Quarg, der selbst durch eine Spende zum Lebensretter geworden war.

Schülerin Christine Quint aus Neustadt hatte sich eigentlich schon früher registrieren lassen wollen und war froh, dies an ihrer Schule tun zu können. „Es ist eine gute Sache, und es schadet doch nicht“, sagte die 18-Jährige. Laura Sewing ist noch keine 17 Jahre alt, wollte aber dennoch unbedingt helfen, wie sie erzählt. Deshalb half sie beim Ausfüllen der Erfassungsbögen aus. „Wenn man helfen kann sollte man es auch tun“, warf, Noel Rhiel ein. „Es ist gut, eine solche Aktion an der Schule zu machen“, fand Lehrer Sebastian Rädel. „Es ist nicht kompliziert und kann Menschenleben retten“, erklärte der Lehrer für Religion und Geschichte.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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