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Hilfe und Pflege für Beatmungs-Patienten

Stadta Hilfe und Pflege für Beatmungs-Patienten

In der Wetzlarer Straße können beatmungspflichtige Patienten künftig in einer Wohngemeinschaft versorgt werden. Die „Mobile Alten- und Krankenpflege HDM“ startet dort ein neues Projekt.

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Geschäftsführerin Heidi Lokas (links) und Projekt-Betreuerin Jessika Pioro stehen in einem der sechs Einzelzimmer, in denen die Patienten beatmet werden können.

Quelle: Yanik Schick

Stadtallendorf. Bis zu sechs sogenannte „Intensivpatienten“ sollen in den kommenden Wochen in das Haus einziehen. Für diese Personen stehen auf der unteren Etage jeweils Einzelzimmer bereit, in denen sie – je nach Notwendigkeit – bis zu 24 Stunden pro Tag beatmet werden können.

Das insgesamt rund 690 Quadratmeter große Gebäude beinhaltet zudem ein großes Pflegebad und eine gemeinsame Küche, die als Treffpunkt dienen und die Gemeinschaft der Patienten stärken soll. Um das Wohl der Menschen kümmern sich laut Angaben des Pflegedienstes ausschließlich examinierte Fachkräfte.

„Intensivpflichtige Menschen bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit“, sagt Jessika Pioro, die das neue Projekt der „Mobilen Alten- und Krankenpflege HDM“ betreut, „und wir haben gemerkt, dass die Nachfrage gestiegen ist“, ergänzt sie. Bereits seit mehr als 20 Jahren bietet der Pflegedienst in Teilen Hessens eine ambulante Intensiv­versorgung an.

Angehörige werden entlastet

Menschen, die in der Vergangenheit aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit beatmet werden mussten, wurden also meistens von den Pflegekräften zu Hause besucht. Nun hat sich „Mobile Alten- und Krankenpflege HDM“ dazu entschieden, das Gebäude in Stadtallendorf anzumieten und den Patienten dort eine Rundum-Betreuung zu ermöglichen. Die Vorteile: Angehörige werden entlastet. Die neuen Räume sind komplett barrierefrei.

Ein erster „Tag der offenen Tür“ gab für viele Interessierte vorab einen Einblick in die Gegebenheiten. „Wir möchten uns und unser Angebot vorstellen und darüber informieren, was Intensivpflege bedeutet“, erklärte Jessika Pioro.

In der neuen Wohngemeinschaft in der Wetzlarer Straße können die Patienten entweder langfristig untergebracht werden oder nach erkennbarer Genesung wieder nach Hause zurückkehren.

Die Kosten der Intensivversorgung trägt in der Regel die jeweilige Krankenkasse, für die Miete müssen die Patienten selbst aufkommen.

In der oberen Etage des Hauses befinden sich noch vier weitere Zimmer, die in absehbarer Zeit ebenfalls für Patienten hergerichtet werden sollen. Wie Geschäftsführerin Heidi Lokas gegenüber der OP berichtet, sollen die Räumlichkeiten im Laufe des kommenden Jahres bezugsfertig sein.

  • Kontakt: 05691/624580.

von Yanik Schick

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