Bürgermeister Jochen Kirchner, Friedrich-Wilhelm Römer, Heinz Heinen und Wilfried Römer vom Vereinsvorstand und Bauingenieur Michael Theis besichtigten die Baustelle.
Kirchhain. Von innen sieht einer der beiden Risse, die sich im Mauerwerk des Hexenturmes gebildet haben, noch wesentlich deutlicher aus. Im Hexenturm ist deutlich zu sehen, dass viele der Steine nur noch lose aufeinanderliegen, die Mörtelschicht fehlt ganz. Heute kommt ein Experte zur Baustelle, um den Mörtel am Turm noch einmal genau in Augenschein zu nehmen.
Er nimmt auch eine zeitliche Bestimmung der verschiedenen Mörtel vor. Klar ist, dass es im Jahr 1907 am Hexenturm schon einmal eine größere Ausbesserungsaktion an den Fugen gegeben hat. Darauf weist sogar ein Schildchen in Nähe des Turmdaches hin. Wie die Risse entstanden sind, die sich im Februar vergangenen Jahres zeigten, hat sich nicht endgültig klären lassen. Die Gründung des Turmes ist in Ordnung.
Jetzt bekommt das Bauwerk zunächst „Gewebe-Strumpfanker“. Michael Theis von der Stadtverwaltung vergleicht sie mit „Riesendübeln“. Damit die Standsicherheit auf lange Sicht gewährleistet ist. Außerdem wird das Innere des Turmes genadelt. Erst wird Mörtel in ein Loch gefüllt, dann folgt eine Art Bewehrungsstahl. Zuletzt folgen die Arbeiten an der Fassade mit einem Mörtel, der dem historischen Orginal entspricht. Im Inneren lässt die Stadt die kleinen Holzpodeste austauschen, die Wurmbefall haben. Etwa acht Wochen dauern die Arbeiten an und im Turm. Sie sollen rund 50 000 Euro kosten.
von Michael Rinde
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