Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
"Henkel und Larry" ziehen den Vergleich zum Kongo

66 Jahre Kolping-Karneval "Henkel und Larry" ziehen den Vergleich zum Kongo

Mit einem rasanten und farbenfrohen Programm eröffnete die Neustädter Kolpingfamilie die Karnevalssession und feierte das 66-jährige Bestehen des Kolping-Karnevals in ihrer Heimatstadt.

Voriger Artikel
Langjährige Sänger erhalten Auszeichnung
Nächster Artikel
Stadt setzt beim Ritterspektakel lieber auf Profis
Quelle: Alfons Wieber

Neustadt. „Sie haben viel bewegt“, rief Sitzungspräsident Andreas Gnau in seiner Begrüßung Käthe und Ludwig Dippel, Erna Faber und Toni Zimmermann zu, die in Neustadts Kolping-Karneval Geschichte geschrieben hatten. „Und ihr müsst noch viel bewegen“, bekamen Bürgermeister Thomas Groll und Ortsvorsteher Klaus Groll karnevalstypisch ihr Fett weg.

In einem Rückblick widmete sich Gnau der 66-jährigen Geschichte des Kolping-Karnevals, die 1947 noch unter der amerikanischen Besatzung im Saal Schloß begann und mit dem Auftritt des „Elefantenballetts“ im Jahr 2010 beim Grand Prix der „Strammen Waden“ ihren vorläufigen Höhepunkt hatte.

Danach versetzten die „Kolping-Sternchen“, die jüngsten Mitglieder der Narren, mit ihren vorgetragenen Sprüchen die Gäste in Begeisterung und ernteten gleich die erste „Rakete“ des Abends. „Wir können froh sein, dass unsere Großväter, Väter, Großmütter und Mütter sich selbst und uns so gut in den Karneval integriert haben“, freute sich Kolping-Vorsitzender Holger Gnau in seinem Grußwort - was sein Bruder Andreas ironisch kommentierte mit den Worten: „Vater Kolping, schau hernieder, deine Brüder saufen wieder.“

Fest zum Programm gehören die „Naistärrer Gassejonge“, die zur Melodie des bekannten Udo-Jürgens-Hits „Mit 66 Jahren“ gewohnt spitze Anmerkungen zur 66-jährigen Vereinsgeschichte zum Besten gaben. „Ihr braucht gar nicht zu warten. Heute gibt es weder Orden noch etwas zu trinken“, sagte der Sitzungspräsident zu den „Gassejonge“, als diese keine Anstalten machten, von der Bühne zu ziehen.

Auch „Henkel und Larry“ (Sebastian Henkel und Frank Bielert) begeisterten mit gewohnt spitzer Zunge die Gäste mit Anekdoten aus der Vereinshistorie. „In 66 Jahren hatte der Verein nur vier Präsidenten. Nur die demokratische Republik Kongo kann eine ähnlich positive Bilanz aufweisen“, stellten sie fest.

Mit dem Grußgesang von Felicitas Trebes-Börner, Michael Launer, Carmen Cloes-Kleinert und Michaela Gies - den Abordnungen der anderen karnevalstreibenden Vereinen - und ihrer Reminiszenz an die 66-jährige Vereinsgeschichte sowie dem Auftritt der Kolping-Garde endete der offizielle Teil.

Anschließend hatte die Narrenschar noch reichlich Gelegenheit, zur Musik der „Original Kolping Musikanten“ mit Prinz Michael am Schlagzeug zu schunkeln und zu feiern und dabei auch die eine oder andere Erinnerung auszutauschen. Diese wurden von den Fotowänden, an denen Bilder aus der Neustädter Karnevalsgeschichte zu sehen waren, untermalt.

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr