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Helmut Badouin komplettiert Magistrat

Parlament Helmut Badouin komplettiert Magistrat

In kleiner Runde arbeitete die Rauschenberger Stadtverordnetenversammlung am Montagabend im Ernsthäuser Storchennest eine kleine Tagesordnung ab. Im Zentrum standen Personalfragen.

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Bürgermeister Michael Emmerich (links) und Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl (rechts) führten Helmut Badouin in sein Amt als Stadtrat ein. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Die wichtigste Personalie: Der bisherige Stadtverordnete Helmut Badouin (Bündnis 90/ Die Grünen) komplettiert als ehrenamtlicher Stadtrat den Magistrat. Der langjährige Stadtrat Michael Vaupel (Bündnis 90/ Die Grünen) hatte zum 31. März sein Amt zur Verfügung gestellt.

StadtverordnetenvorsteherNorbert Ruhl (FBL) vereidigte dessen Nachfolger Helmut Badouin und Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) überreichte dem neuen Ehrenbeamten die Ernennungsurkunde. Helmut Badouin lebt in der Kernstadt. Der 57-Jährige ist Technischer Zeichner und Zimmermann.

Michael Emmerich erlebte seine erste Stadtverordnetensitzung im Amt des Bürgermeisters. Das Parlament machte es seinem ehemaligen Kollegen - Michael Emmerich war vor seiner Wahl zum Bürgermeister Vorsitzender der CDU-Fraktion - leicht. Alle Beschlüsse fassten die 16 Stadtverordneten einstimmig.

So auch den Verkauf von städtischen Grundstücken an einen Rauschenberger Landwirt. Der Ausschuss Umwelt, Bau und Landwirtschaft hatte vor dem Grundstücksgeschäft eigens einen Ortstermin an den weit außerhalb der Ortslage gelegenen Flächen angesetzt.

Es handele sich um ehemalige Gärten, die inzwischen völlig überwuchert seien, berichtete der Ausschuss-Vorsitzende Hermann Koch. Der Landwirt wolle die Flächen kaufen, um sie pflegen zu können. Die Wildnis beeinträchtige dessen angrenzende Liegenschaften, erläuterte das parteilose Mitglied der SPD-Fraktion.

Einstimmig billigte das Parlament die Vorschlagsliste für die Neuwahl der Schöffen, die vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2018 amtieren sollen. Auf dieser Liste für das Amt des ehrenamtlichen Richters stehen aus Rauschenberg Bernd Dörbecker (Kernstadt), Karin Lippert (Bracht), Heinrich Müller (Schwabendorf) und Ute Badenhausen-Klös (Josbach).

Das Heizgebläseschmort völlig durch

Schließlich sprach sich das Parlament einmütig dafür aus, Marco Heinbächer-Obermann neu in den Josbacher Friedhofsausschuss zu berufen. Heinbächer-Obermann folgt in dieser Funktion Michael Emmerich, der als Bürgermeister dieses Amt nicht mehr ausüben kann.

Ganz ohne unangenehme Nachricht ging die Sitzung nicht über die Bühne. Der Bürgermeister berichtete von einer neuen Eskalationsstufe im zugleich noch jungen wie störanfälligen Leben der Pellet-Heizung der Rauschenberger Kita Mäuseburg. Schon seit ihrer Fertigstellung ist diese Heizung eine Quelle ewiger Lebensfreude. Die Mitarbeiterinnen der Kita rückten in Begleitung des zum April aus dem Amt ausgeschiedenen Bürgermeisters Manfred Barth in kalten Winternächten wiederholt aus, um der Heizung neues Leben einzuhauchen. Eine Ursache für die ständigen Störungen fanden weder der Hersteller noch die ausführende Fachfirma. Ein Rechtsstreit in dieser Sache ist anhängig. Inzwischen ist die Heizung komplett stillgelegt - aus Gründen der Sicherheit, wie Michael Emmerich dem Parlament berichtete. Am 25. April sei die Heizung zunächst wegen des verschmorten Heizgebläses ausgefallen. Nach dem Einbau eines neuen Heizgebläses hätten sich im Aschebehälter große Mengen unverbrannter Pellets gefunden. Zudem seien ein Lagerschaden und Defekte in der Brennkammer festgestellt worden. Daraufhin habe er die Wiederinbetriebnahme der Heizung untersagt. Der Wasserkreislauf der Heizung solle nun übergangsweise an eine mobile Elektroheizung angeschlossen werden.

Der Magistrat beabsichtige derzeit nicht, die Anlage mit einem geschätzten Kostenaufwand von 8000 Euro reparieren zu lassen. Zuvor wolle sich die Stadt externen Rat einholen, ob die ganze Anlage überhaupt zu retten sei, sagte Emmerich.

Wie der Bürgermeister weiter mitteilte, wird die noch fehlende Deckschicht für die Schwabendorfer Ortsdurchfahrt zwischen dem 13. und 17. Mai aufgetragen. Dazu muss die Straße komplett gesperrt werden. Über die Verlegung der Schulbus-Haltestellen werden die Haushalte noch rechtzeitig informiert.

von Matthias Mayer

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