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Helfer holen Küchenteile aus dem Wald

Frühjahrsputz Helfer holen Küchenteile aus dem Wald

In Stadtallendorf und den Stadtteilen war am Samstag unter dem Motto „Frühjahrsputz“ Reinemachen in der erwachenden Natur angesagt. Mit 247 war die Zahl der fleißigen Helfer groß.

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Klaus Estor fischt mit einer Zange eine leere Plastikflasche aus dem Wasser.

Stadtallendorf. Regnerisch hatte der Samstagmorgen begonnen. Doch mit Beginn der Frühjahrsputzaktion hörten die Niederschläge auf. Die Stadtallendorfer Stadtwerke organisierten die Abfallsammelaktion in Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten und den örtlichen Vereinen in diesem Jahr zum dritten Mal. „Wir wollen dazu aufrufen, die Umwelt sauber zu halten, und so an die Aktion ‚Sei kein Dreckspatz‘, die es in den 70er Jahren gab, anknüpfen“, erläuterte Armin Immel, stellvertretender Betriebsleiter der Stadtwerke.

Es gebe immer mehr Verpackungen, die Wegwerfgesellschaft sei Realität, betonte er. „Was in die Natur geworfen wird, ist der Spiegel der Gesellschaft“, so Immel. Die Stadtwerke planten schon, die Aktion auch im kommenden Jahr, wieder am vorletzten Samstag im März, zu wiederholen.

Mit 45 freiwilligen Helfern war in Schweinsberg die größte Gruppe unterwegs, die OP begleitete sie stellvertretend für die zahlreichen Gruppen und Helfer.

Weitere 202 fleißige Sammler durchkämmten die Gemarkung der Kern- und Altstadt und der weiteren Stadtteile, füllten eifrig die orangen Müllsäcke und befreiten Straßenränder, Gräben und Gestrüpp von Plastik aller Art, Flaschen, Papier, Dosen, Zigarettenkippen, Autofelgen und vielem mehr.

Erstmals waren auch Schulen und Kindergärten aufgerufen, an der Aktion teilzunehmen. Dem Aufruf folgte die Grundschule Niederklein mit 30 Teilnehmern an einem anderen Tag. Ebenfalls an einem separaten Termin engagierte sich der Kindergarten St. Katharina und säuberte sein Gelände. In Hatzbach wird die Aktion aufgrund einer Terminüberschneidung eine Woche später stattfinden.

Mit zahlreichen jungen Teilnehmern leistete auch der Nachwuchs in Schweinsberg seinen Beitrag zu der Aktion. „Wir wollen, dass es sauber ist, damit sich jeder wohlfühlen kann“, erzählen Luisa Dahs und Francesca Otto (beide 12 Jahre). „Ich finde es wichtig, den Kindern zu zeigen, dass man an einer solchen Aktion teilnehmen soll und es am besten wäre, wenn der Müll gar nicht erst weg geworfen wird“, findet Jutta Metz, die mit ihren beiden Töchtern Annika und Helena gekommen war.

Schweinsbergs Ortsvorsteher Adolf Fleischhauer sorgte für Einweghandschuhe, Eimer und einige Zangen. Nach zweieinhalb Stunden war die Ausbeute groß und die vier Fußgruppen und die drei Gruppen auf den Schleppern hatten 26 große Säcke Müll und vier Eimer mit Flaschen gefüllt. Sie holten einen zwei mal drei Meter großen Teppich aus dem Wald, entsorgten eine in Einzelteile zerlegte Küche samt Wohnzimmerschrank und Schlafzimmer, fanden in der Gemarkung neben diversen Straßenleuchtpfosten und Fahrradmänteln auch einen Boxsack, das Gestell einer Hollywoodschaukel und einen Nähmaschinenschrank.

„Die Aktion hat sich gelohnt“, resümierte Ortvorsteher Adolf Fleischhauer am Ende. Als Dank spendierten die Stadtwerke für alle fleißigen Helfer ein Mittagessen an der Grillhütte. Der gesammelte Müll wird heute zum Wertstoffhof gebracht und von dort aus fachgerecht entsorgt.

von Karin Waldhüter

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