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Hektische Zeit der Schützen ist vorüber

Umbau Hektische Zeit der Schützen ist vorüber

Nach zwei von Bauarbeiten geprägten Jahren erstrahlt die Anlage des Momberger Schützenvereins in neuem Glanze.

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Während sich Mombergs Ortsvorsteher Jörg Grasse am Kleinkaliber-Schießstand versucht, testen Bogenschützen die neue Außenanlage.Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Momberg. „Ich hatte meinem Mann schon vorgeschlagen, ein Feldbett mitzunehmen“, erinnerte sich eine leidgeprüfte Schützenehefrau an zwei von Eigenleistungen geprägte Jahre. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei: Pfarrer Andreas Rhiel segnete Gebäude und Anlage, danach feierten die Schützen ihr saniertes Haus und die neue Bogenanlage.

Vereinsvorsitzender Edwin Lotter sprach von einer ereignisreichen und hektischen Zeit, die im Jahr 2010 mit dem Beschluss der Mitglieder begann, ihre Anlage zu sanieren. Von der Übergabe des Förderbescheides durch Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bis zum Baubeginn am 3. Mai 2011 vergingen keine acht Wochen. Seitdem waren die Momberger Schützen mit der Renovierung des Gebäudes, der Terrasse und dem Bau eines Bogenschießplatzes beschäftigt.

Vom Dach über die Fenster bis hin zum Fußboden: Im Schützenhaus blieb wenig, wie es war. Der Pistolenstand bekam eine Lüftungsanlage - die überdimensioniert, aber amtlich so gewollt ist. An der Kleinkaliberanlage gibt es nun eine elektronische Anzeige. Den Eingangsbereich samt Terrasse gestalteten die Schützen neu, so dass der Zugang zum Schützenhaus jetzt barrierefrei möglich ist. Gleich neben dem Eingang wandelten die Momberger eine Wiese in eine wettkampftaugliche Bogenschießanlage um. Des Weiteren errichteten sie einen Fangzaun, eine Schutzmauer zum Gewehrstand sowie eine Stützmauer zum Nachbargrundstück.

Gerade bei der Errichtung der Bogenanlage galt es, zahlreiche Rückschläge wegzustecken: Wegen starker Regenfälle musste die Fläche gleich mehrmals ausgesät werden. Und als nach Starkregen die nahe gelegene Reithalle voll Wasser lief, wurde der Vorwurf laut, die Planierarbeiten der Schützen an der Wiese seien schuld.

Inzwischen ist alles wieder trocken und in einem Topzustand. Die Anlage habe durch Ausrichtung der Gaumeisterschaften vor einigen Wochen ihre Tauglichkeit bereits unter Beweis gestellt, meinte Vereinschef Lotter.

Insgesamt kosteten die Arbeiten 121000 Euro. Rund 35000 Euro steuerte das Land bei, Landkreis und Kommune gaben jeweils 9000 Euro dazu. 7000 Euro stammen aus Mitteln des Vereins, hinzu kamen 1400 Euro an Spenden. Eigenleistungen im Wert von 60000 Euro dürfen sich die Mitglieder auf die Fahne schreiben: 5366 Arbeitsstunden investierten die Momberger in ihr Projekt.

Ein besonderes Lob erntete Thomas Wieber, ohne den die Arbeiten gar nicht denkbar gewesen seien. Mit 77 Jahren war Joachim Stoll der älteste „Dauerhelfer“. Bei den Jugendlichen stachen Fabian Lotter, Markus Staufenberg und Simon Wieber heraus.

Bürgermeister Thomas Groll lobte, der Verein habe mit der Renovierung wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Mit dem Bau der Bogenanlage spreche die „Viktoria“ neue, jüngere Einwohner an und binde sie an den Verein.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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