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Heißes Vergnügen an kaltem Abend

Fünf Stunden Arbeit nis zum selbstgebackenen Backhaus-Brot Heißes Vergnügen an kaltem Abend

Brot selber backen erspart nicht nur das Fitnessstudio, sondern ist dazu eine sinnliche Erfahrung. Und der Geschmack ist unvergleichlich, darin sind sich die Teilnehmer des Kurses „Backen im Backhaus“ einig.

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Unter der Anleitung von Hubert Weismantel (von links) bereiten Baldo Roth, Manfred Limper, Hermine Geißler, Anita Amrhein und Helga Kisselbach-Heckmann Roggenvollkornbrot, Bauernbrot und Quarkbrot. Hermine Geißler (kleines Foto) behält die Haselnüsse gena

Langendorf. Während draußen der Wind die Schneeflocken durch die kalte Luft wirbelt, erscheint das beleuchtete Backhaus durch das Schneegestöber wie eine Oase der Wärme. Eine angenehme warme Temperatur herrscht dann auch in der kleinen Backstube. Die Eisentür des Holzbackofens steht weit offen und erlaubt einen Blick auf rund 0,3 Kubikmeter flimmernde Buchenholzglut.

Hermine Geißler und Anita Amrhein haben die Ärmel ihrer Pullover weit nach oben geschoben. Ihre Hände stecken in einem großen Bottich. Die beiden Frauen kneten den zähen Teig. Das ist harte Arbeit. „Ein Sportstudio brauchen wir heute nicht mehr, das Kneten gibt Muskeln“, sinnieren sie im Plauderton, während ihre Hände rund zehn Kilo Teig bearbeiten.

Fünf Stunden sind die drei Frauen und zwei Männer an diesem Freitagabend mit dem Anheizen des Holzbackofens, der Zubereitung des Teiges und dem Backen des Brotes beschäftigt. Dazwischen bleibt Zeit für Gespräche. „Die Frauen hatten früher viel zu tun, um das Brot zu backen“, findet Helga Kisselbach-Heckmann. „Da wirfst du das Brot nicht so einfach weg, wenn du es selbst und mit eigener Muskelkraft geknetet hast“, wirft Hermine Geißler ein. „Und es gibt nichts besseres als selbst gebackenes Brot, das schmeckt super gut“, ergänzt Baldo Roth.

An vier Abenden treffen sich die Teilnehmer des Kurses „Backen im Backhaus“, der von Hubert Weismantel geleitet wird. Weismantel ist auch Mitglied im Backhausverein und dort zuständig für die Reservierungen des Backhauses. „Mit dem Kurs wollen wir die Kultur des Brotbackens beleben“, erzählt Weismantel. Denn neben dem Backen des Brotes kommt an diesem Abend auch die Theorie nicht zu kurz. Erläutert werden verschiedene Brotgetreidearten und ihre Eigenschaften und verschiedene Mehltypen und deren Bedeutung für die Gesundheit.

Weiter klärt Weismantel die Teilnehmer über die richtige Teigbereitung und Beschaffenheit auf und zeigt den richtigen Umgang mit dem Holzbackofen. Am Ende des Kurses haben die Teilnehmer nicht nur gelernt Brot zu backen, sondern könnten das Backhaus auch selbstständig nutzen. Das Backhaus sei gut ausgelastet, erzählt Weismantel weiter. Etwa jede zweite bis dritte Woche werde hier gebacken. Menschen aus Langendorf und den Nachbardörfern nutzen das Backhaus heute, aber selbst aus Marburg kommen Hobby-Bäcker in den Wohrataler Ortsteil.

Etwa drei Stunden dauert es, bis das Brot in den Ofen kommt und ebenso lange dauert es, bis dieser die nötige Temperatur von rund 250 Grad erreicht hat. Rund 30 Kilogramm Teig aus dreierlei Mehlsorten kneten und backen die Teilnehmer an diesem Freitagabend. „Brot kneten ist auch eine sinnliche Erfahrung, denn jeder Teig hat seine eigene Beschaffenheit“, weiß Hubert Weismantel. Die fertigen Roggen-, Quark- und Bauernbrote können am Ende mit nach Hause genommen werden.

Während der Teig Zeit zum Aufgehen braucht, bereiten die Teilnehmer gemeinsam Müslibrötchen und einen Kartoffel-Schmandkuchen zu, der noch am Abend zusammen verspeist wird.

Wer Interesse am Brot backen hat kann sich bei Hubert Weismantel unter der Telefonnummer 015773589694 informieren.

von Karin Waldhüter

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