Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Heißer Kampf um kalte Ostereier

Würfeln Heißer Kampf um kalte Ostereier

Am Mittwoch ging es im Clubraum der Arbeiterwohlfahrt heiß zu - zum einen, weil die Heizung auf Wunsch der rund 50 Gäste hochgedreht worden war, zum anderen, weil die Besucher enthusiastisch um Eier würfelten.

Voriger Artikel
"Rollende Unterstützung" für Willi Weitzel
Nächster Artikel
Schwimmer wehren sich gegen Kritik

Gegen- und doch miteinander würfelten die Senioren um Ostereier. Foto: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Die Aufregung ist deutlich spürbar: Rund 50 Senioren warten gebannt, dass Helmut Heyn, der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, seine extra kurzgehaltene Einführung endlich beendet. „Los geht‘s. Wir kennen die Regeln doch“, ruft ein Besucher, erntet ein Lächeln und hat Erfolg: Heyn zuckt mit den Schultern und gibt den ersehnten Startschuss zum zehnten Ostereierwürfeln.

So viele Gäste wie noch nie würfeln in Sechsergruppen wie die Weltmeister um bunt gefärbte Eier - mal mit gespieltem, manchmal aber auch mit echtem Ernst. „Es hat in früheren Jahren auch schon Streit gegeben“, berichtet Heyn. Diesmal bleiben solche Situationen zum Glück aus, auch wenn hin und wieder unklar ist, wer die Runde für sich entschieden hat. Gelassenheit und Humor kommen dann zum Zuge. „Hatte ich nicht eine 16?“, fragt ein Mann, der sich als Gewinner einer Runde wähnt. „Nein, das war in der Runde davor“, entgegnet eine Mitspielerin und zeigt auf ein Ei, das vor ihm liegt. „Oh. Das habe ich vergessen - das passiert mir oft. Aber jetzt kann ich mich wenigstens nochmal freuen“, lautet seine Reaktion.

Seniorin mit Anfängerglück

Grund zur Freude hat auch Gisela Spliethoff, die erstmals am Ostereierwürfeln teilnimmt: „Ich habe noch nie um etwas gewürfelt“, erklärt die Seniorin, während sie Ei um Ei absahnt und sich auf das Anfängerglück beruft. Weitaus erfahrener ist da schon Ernst Melzer, der auch bei der Premiere der Veranstaltung vor zehn Jahren mit 22 Teilnehmern dabei war. „Ich mag die Gemütlichkeit“, sagt er und betont, jeden Mittwoch den Clubnachmittag zu besuchen. Die Besonderheit diesmal: „Meistens bin ich der einzige Mann.“

89 Veranstaltungen stellte die Arbeiterwohlfahrt im vergangenen Jahr auf die Beine. Rund 2500 Besucher nutzten dieses Angebot. Meist mit dabei war Marlene Fenderl, „unser guter Geist“, wie Heyn hervorhebt. Auch sie hatte an der Premiere des von Edeltraud Wietschorke eingeführten Awo-Ostereierwürfelns teilgenommen. Diesmal jedoch zog sich die leidenschaftliche Anhängerin von Bayern München in „ihren Bereich“ - die Küche - zurück: „Das ist mir zu viel Trubel“, erklärt sie. Mit rund 50 Gästen ist die Kapazität aber auch ausgeschöpft: „Mehr geht wirklich nicht“, sagt Heyn und freut sich: „Und ich dachte, bei dem guten Wetter würde kaum jemand kommen ...“

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr