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Heimatgefühl hält sich über mehr als sechs Jahrzehnte

Spende Heimatgefühl hält sich über mehr als sechs Jahrzehnte

Seit den 1950er Jahren leben die Zwillinge Klaus ud Peter Drubba nicht mehr in Burgholz. Ihrem Heimatort sind sie aber weiterhin eng verbunden.

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Björn Debus (hinten, von links), Peter Emmerich, Frank Engst, Hans-Jürgen Weiland, Michael Dümer sowie Kai-Uwe Kornhofer (vorne), Peter Drubba, Hermann Engst und Klaus Drubba stehen am Fuße des Hunburg-Turms. Foto: Yanik Schick

Burgholz. Mit den Worten „ich wünsche mir weiterhin den Erhalt der Eigenleistung, denn diese das Dorf zusammen“, übergab der sichtlich stolze Peter Drubba dem Vorsitzenden des Fördervereins Burgholz, Hermann Engst am Donnerstagabend einen Scheck in Höhe von 4250 Euro. Er stammt von den 80-jährigen Zwillinge Klaus und Peter Drubba

Am 16. April feierten die Drubbas ihren runden Geburtstag. Uneigennützig verzichteten die beiden persönlich auf jede Art von Geschenk, stattdessen verwiesen sie auf den Förderverein, dem eine finanzielle Unterstützung zuteil werden sollte. Noch bemerkenswerter jedoch ist, dass die Zwillinge seit den 50er-Jahren gar nicht mehr in Burgholz leben. Auf die Frage, warum sie das Geld also gerade dem Kirchhainer Stadtteil zukommen lassen, antwortete Klaus Drubba enthusiastisch: „Unsere Kindheit hat uns geprägt. Sie fiel in die Nachkriegszeit und es ist ein besonderes Gefühl, durch einen Wald zu laufen, dessen Bäume ich selbst gepflanzt habe.“ Beide betonten immer wieder ihr Gefühl der Heimatverbundenheit, das sie letztlich dazu bewog, dem Förderverin in Buchholz das Geld zu spenden. Hermann Engst sprach den beiden seine besondere Wertschätzung aus. Das galt auch deswegen, weil sie schon an vielen Projekten des Dorfes, das rund 400 Einwohner zählt, beteiligt waren. Er ernannte die Zwillinge zu Ehrenmitgliedern des Vereins. Wofür das Geld der Drubbas explizit verwendet werden soll, steht noch nicht fest. Engst versprach aber eine „Investition in das Dorf, die nachhaltig sichtbar sein wird“. Ortsvorsteher Björn Debus hob die in Burgholz vorhandene große Eigeninitiative und -arbeit hervor. „Was dieses Thema angeht, sind wir gewissermaßen Vorreiter in der Stadt Kirchhain. Es hat unser Dorf schon immer ausgezeichnet, dass wir die Dinge selbst in die Hand nehmen.“ Zum Abschluss ergriffen die Drubba-Zwillinge noch einmal das Wort. Klaus Drubba erklärte mit einem Lächeln: „Wenn Ihr mal wieder was braucht, meldet Euch“ und sein Bruder Peter verabschiedete sich mit den Worten „Wir bleiben verbunden.“

von Yanik Schick

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