Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
"Heilige Pforte" öffnet in Lindaukapelle

Magdalenenoktav "Heilige Pforte" öffnet in Lindaukapelle

Am 16. Juli startet von der Lindaukapelle eine Fußwallfahrt zur Heiligen Elisabeth nach Marburg. Eine Woche später beginnt die "Lindauoktav", die besondere Akzente setzen will.

Voriger Artikel
Stadtallendorf und Wabern werben
Nächster Artikel
Ein alter "Normag" steht jetzt wieder "im Dorf"

Der Eingang im Hintergrund wird während der Magdalenenoktav zur „Heiligen Pforte“ – Gerhard Ruppenthal (von links), Dr. Paul Lang, Antonie Köhler, Michaela Graff, Marcus Vogler und Gabi Guldin stellten das Programm vor.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Papst Franziskus hat dieses Jahr als „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen - es soll in umfassender Weise all das besonders betrachtet und gefördert werden, was als „barmherzig“ bezeichnet wird.

Der Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg will dies mit einer Fußwallfahrt und während der „Lindauoktav“ tun. Die Heilige Elisabeth gilt als die Heilige der Nächstenliebe - ihr Einsatz für Arme und Kranke ist ein zeitloses Vorbild, sich für Benachteiligte einzusetzen. Eine Fußwallfahrt von der Amöneburger Lindaukapelle zu ihrem Grab nach Marburg soll dies ins Bewusstsein rufen. „Dabei geht es sowohl um einen Impuls für die Teilnehmer der Wallfahrt, als auch die damit verbundene Demonstration und den Aufruf an alle, das eigene Verhalten an den Werten der Barmherzigkeit zu orientieren“, verdeutlicht Dr. Paul Lang vom Vorbereitungsteam.

Die 14 Kilometer lange Fußwallfahrt findet am Samstag, 16. Juli, statt. Sie startet um 8 Uhr an der Lindaukapelle und führt über Kleinseelheim nach Schröck. Dort feiern die Pilger um 11 Uhr eine Heilige Messe und essen zu Mittag. Um 13 Uhr führt der Pilgerweg am Elisabethbrunnen und der Klinik Sonnenblick vorbei - an beiden Stellen wird eine kurze Rast gehalten. Dann geht es weiter nach Marburg. Gegen 16 Uhr werden die Wallfahrer die Elisabethkirche erreichen. Dort endet der Pilgerweg mit dem festlichen Einzug in die Kirche, einem abschließenden Gebet und dem Pilgersegen.

Portale sind normalerweise streng verschlossen

Gläubige aller Konfessionen sind zur Teilnahme des ganzen Weges oder auch von Teilstücken eingeladen. Geplant ist eine Begleitung der Wallfahrt durch Bläsergruppen. Anmeldungen sind erbeten und über die ausliegenden Listen in den Kirchen, telefonisch unter 06422/2882 oder per E-Mail an johanneshaus@email.bistum-fulda.de möglich.

Mit dem Gedenktag an die Heilige Maria Magdalena, der Patronin der Lindaukapelle, beginnt die Oktav, die vom 22. bis 29. Juli zu einem besonderen Fest des Glaubens werden wird. Wie im Petersdom und weiteren zentralen Gotteshäusern wird auch in der Lindaukapelle eine „Heilige Pforte“ geöffnet. Das sind Portale, die ansonsten streng verschlossen sind. Auf Bitten des Pastoralverbundes hatte der Fuldaer Bischof dies ermöglicht. „Das Durchschreiten der Stätte wird mit einem besonderen Gebet und einem Segensritus verbunden sein, so zu einem ganz besonderen Moment werden und an jedem Abend möglich sein“, sagt Lang.

Auf den allabendlich möglichen Empfang des Bußsakramentes verweist Ortspfarrer Marcus Vogler. Ein separates Zelt biete Gelegenheit zur Beichte und seelsorglichem Gespräch.

Weihbischof leitet Eröffnung am 22. Juli

Weihbischof Professor Karlheinz Diez wird die Pforte am 22. Juli festlich eröffnen, verschlossen wird sie eine Woche später von Generalvikar Professor Gerhard Stanke aus Fulda.

Gefängnisseelsorger Markus Steinert aus Kassel wird am Samstag, 23. Juli, kommen. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Bruder Paulus Terwitte wird am Sonntag, 24. Juli, die Obdachlosenarbeit in Frankfurt vorstellen. Am Montag, 25. Juli, widmet sich Pfarrer Andreas Rhiel aus Neustadt dem Thema „Familienseelsorge heute“. Dann sind besonders Kolpingfamilien eingeladen. Am Dienstag, 26. Juli, wird Klinikpfarrer Peter Macht aus Marburg „Das Gebet“ in den Mittelpunkt stellen. Einen Tag später spricht Goldjubilar Bernhard Klatt zum Thema „Senior sein“. Am Donnerstag, 28. Juli, kommt Hochschulpfarrer Dr. Martin Stanke aus Marburg - dann sind besonders die Mitglieder der kfd eingeladen.

Acht Bläsergruppen aus der Region sorgen für die musikalische Gestaltung des Glaubensfestes, jeden Abend schließt sich ein gemütliches Beisammensein an. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Messfeier beginnt täglich um 19.30 Uhr. Die Kollekte ist für die Erhaltung der Kapelle bestimmt.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr