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Hecht und Karpfen "reinigen" Teich

Stadtallendorf Hecht und Karpfen "reinigen" Teich

Beim Teich im Heinz-Lang-Park ist das natürliche Gleichgewicht verlorengegangen. Schuld sind unter anderem dort ausgesetzte Goldfische. Natürliche Feinde rücken der Goldfischflut nun zu Leibe.

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Herbert Dotzauer vom Angelsportclub Stadtallendorf setzte gestern Fische im Teich des
Heinz-Lang-Park aus. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Gesagt, getan: Wie bei der Reinigungsaktion im September angekündigt, hat der Angelsportclub (ASC) Stadtallendorf in Absprache mit der Stadt rund 500 Fische verschiedener Arten und 50 Teichmuscheln gekauft und gestern im Gewässer ausgesetzt. Hechte, Barsche, Spiegel-Karpfen und auch Bitterlinge finden in den im Teich schwimmenden Goldfischen reichlich Nahrung. Denn die gibt es dort im Überfluss. Ab sofort haben sie wieder natürliche Feinde.

Herbert Dotzauer, Vorsitzender des ASC, rechnet damit, dass zumindest die Hechte umgehend „auf die Jagd gehen“. Die Aussetzung der neuen Fische war dringend nötig, wie seit September klar ist. Ein weiteres Problem sind die Verschilfung und die Ausdehnung des Wasserknöterichs. Auch die Teichmuscheln leisten ihren Beitrag. Den Bitterlingen dienen sie als Ablagemöglichkeit für die Brut, gleichzeitig reinigt eine Muschel am Tag etwa 500 Liter Wasser von überschüssigem Plankton und Algen.

Die Kosten für die zwei Jahre alten Fische übernimmt die Stadt, die Arbeit hat der ASC ehrenamtlich übernommen. Bürgermeister Christian Somogyi lobte gestern den Einsatz der Ehrenamtlichen, die auch schon an der Reinigungsaktion beteiligt waren.

Die Stadtverwaltung prüft den Einsatz eines Unternehmens, um der Probleme mit Schilf und vor allem Wasserknöterich Herr zu werden. Das wird aber wohl erst im Frühjahr, bevor sich die Pflanzen wieder ausdehnen, passieren.

Gestern erneuerten Herbert Dotzauer und Uwe Volz, Umweltbeauftragter der Stadt, eine Mahnung an die Bürger: „Wichtig ist, dass die Fische nicht gefüttert werden“, sagte Dotzauer. Das könne zu einer Überdüngung führen, erläuterte Volz die Hintergründe. Auch im Winter fänden die Fische genügend Nahrung im Teich, um zu überleben.

Auch die „Entsorgung“ von Fischen aus Aquarien schadet dem Gewässer, dem Experten trotz aller Probleme einen eigentlich guten Zustand bescheinigt haben.

von Michael Rinde

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