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Haushalt schließt mit leichtem Plus

Stadtallendorf Haushalt schließt mit leichtem Plus

Erstmals war der Haushaltsentwurf Thema einer öffentlichen Sitzung. Am 5. Juni stellt ihn Kämmerer Christian Somogyi (SPD) ausführlich im Stadtparlament vor.

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Im Baugebiet Kronäcker gibt es keine städtischen Bauplätze mehr. Darum will die Stadt in den Grunderwerb investieren, um für „Nachschub“ zu sorgen. Archivfoto

Stadtallendorf. Monatelang hat sich die Einbringung des Haushaltsentwurfs 2014 in Stadtallendorf verzögert (die OP berichtete). Am nächsten Donnerstag bringt ihn Bürgermeister Christian Somogyi im Stadtparlament ein. Wie in Stadtallendorf üblich, stellen Bürgermeister und Verwaltung Eckdaten bereits in den Ausschüssen vor der Einbringung vor. Die besonders gute Nachricht: Stadtallendorfs Haushalt ist aller Voraussicht nach wieder ausgeglichen. Der Entwurf schließt unter dem Strich mit einem Plus von 4700 Euro. Im Etat 2013 stand noch ein Defizit von rund 1,4 Millionen Euro. Das, wenn auch minimale Plus versetzt Stadtallendorf in die Lage, auf denkbare Steuererhöhungen und Kürzungen bei freiwilligen Ausgaben verzichten zu können. Ein Umstand, den Bürgermeister Somogyi ausdrücklich hervorhob: „Steuern sind ein Wirtschaftsfaktor, wir müssen gute Rahmenbedingungen schaffen“. Ansonsten seien Großinvestitionen wie das 26-Millionen-Euro-Projekt (diese Zeitung berichtete auf „Wirtschaft“) der Eisengießerei Winter nicht denkbar. Somogyi wies auch darauf hin, dass es der Stadt im vergangenen Jahr gelungen sei, rund 620000 Euro Schulden abzubauen. Aber: In diesem Jahr liegt der Schuldenstand der Stadt samt ihrer Eigenbetriebe Stadtwerke und Dienstleistungen und Immobilien dennoch bei immer noch rund 21,9 Millionen Euro.

Klaus-Peter Riedl, Haushaltsexperte der Verwaltung, hob hervor, dass die späte Einbringung des Etatentwurfs auch seine Vorteile habe. Dadurch beruhe er teilweise bereits auf realen Zahlen, nicht ausschließlich auf Schätzungen und Hochrechnungen. Das ist besonders bei der Einnahmenseite, sprich bei der Gewerbesteuer, von großer Bedeutung. In diesem Jahr schlagen erstmals die beiden parallel laufenden großen Bauvorhaben zu Buche: der Neubau des Baubetriebshofes und die Sanierung des Hallenbades, die offiziell am Montag beginnt. Zusammengerechnet sind es voraussichtlich 14 Millionen Euro, die der „Konzern Stadt Stadtallendorf (Christian Somogyi) schultern muss.

Eine aus Sicht des Bauausschusses besonders interessante Zahl: Die Stadt will mehr Geld für Grunderwerb ausgeben. Waren es im vergangenen Jahr „nur“ 175000 Euro, so sind für 2014 insgesamt knapp 1,45 Millionen Euro veranschlagt. Den Löwenanteil davon bekommt die Kernstadt. Dort wollen Verwaltung und Magistrat ein neues Baugebiet entwickeln. „Denn wir haben keines mehr“, sagte Somogyi. Riedl verwies während der Sitzung ergänzend darauf, dass die Bevölkerungszahl in Stadtallendorf inzwischen wieder leicht gestiegen ist. Per 31. Dezember vergangenen Jahres lebten laut statistischem Landesamt 20840 Menschen in Stadtallendorf.

Zuletzt hatte die Stadt den zweiten Abschnitt des Baugebiets Kronäcker entwickelt - und 39 Bauplätze in rekordverdächtiger Zeit von nur zwei Jahren verkauft. Zuletzt war ein neues Baugebiet an den Hofwiesen in der Diskussion.

von Michael Rinde

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