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Hauptsache keine Gewalt

Prävention Hauptsache keine Gewalt

Beim Gewaltpräventionsprojekt "Pit" bilden Lehrer der Alfred-Wegener-Schule, Oberkommissare der Polizei Stadtallendorf sowie Mitglieder der Jugendförderung und des Kirchenkreises Kirchhain ein starkes Team.

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120 Schüler erhielten für die Teilnahme am Gewaltpräventionsprojekt eine Urkunde.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. „Pit“ steht für „Prävention im Team“ und ist ein opferzentriertes Gewaltpräventionsprogramm der Hessischen Landesregierung. Die Alfred-Wegener-Schule bietet es seit acht Jahren an. Mehr als 900 Schüler absolvierten es in dieser Zeit. In diesem Schuljahr nahmen 120 Jungen und Mädchen der Klassen sieben des gymnasialen Zweigs und der Mittelstufe teil und schlossen das Projekt erfolgreich ab.

Das Besondere: Die Lehrer Katharina Denig, Gert Huntemann, Antonella Lucifero und Matthias Schmidt bilden mit den beiden Oberkommissaren Thomas Bartel und Nina Bachelier, Silke Baumgardt von der Jugendförderung und Marco Hinz vom Kirchenkreis Kirchhain ein Team, um Schülern mit Hilfe eines Trainingsprogramms Optionen für Gewaltsituationen aufzuzeigen - und damit letztendlich auch zu einem veränderten Schulklima beizutragen.

Erfahrung durch Rollenspiele

In klassenübergreifenden Gruppen hatten die Schüler an fünf Projekttagen gelernt, anhand von praktischen Übungen Gewaltsituationen frühzeitig zu erkennen, sich nicht in solche hineinziehen zu lassen, eigene Ansätze für einen Ausstieg zu entwickeln und erfolgreich um Hilfe zu bitten. Zudem ging es um das Thema „Gewalt im Netz“.

„Ich habe gelernt wegzuschauen und keinen Augenkontakt zu halten, wenn ich in eine gefährliche Situation gerate“, erklärt Schülerin Nevra. Erst kürzlich sei es im Zug zu einer solchen Situation gekommen, erzählt die 13-Jährige. „Es bleibt im Kopf, was wir gelernt haben“, ergänzt Mittelstufenschülerin Gina.

„Das Projekt hat sich etabliert“, unterstreicht Katharina Denig und freut sich, dass das Miteinander an der Schule auch besser geworden sei. „Wenn wir auch nur eine gebrochene Nase weniger haben, dann hat sich das Projekt schon gelohnt“, sagte Schulleiter Matthias Bosse. der mit Heinz Frank, dem Leiter der Polizeistation Stadtallendorf, die Urkunden überreichte. „Ich hoffe, dass ihr Pit verinnerlicht habt und ihr in Zukunft konfliktfreier durch das Leben gehen könnt“, fasste Frank zusammen.

„Ich finde Pit nach wie vor sehr sinnvoll: Durch das Üben in den Rollenspielen haben die Schüler verinnerlicht, wie sie in einer Situation reagieren müssen“, unterstrich Silke Baumgardt von der Jugendförderung. Sie wird wahrscheinlich im kommenden Schuljahr aufgrund von Umstrukturierungen innerhalb der Jugendförderung nicht mehr mit dabei sein.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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