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Hauptausschuss stimmt für die Ausbau-Pläne

Aldi Hauptausschuss stimmt für die Ausbau-Pläne

"Das ist eine klare Entscheidung für den Ort", kommentierte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg die Pläne von Aldi, den Markt in Mardorf "zeitgemäß" zu vergrößern.

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Aldi will seine Verkaufsfläche des Marktes in Mardorf auf fast 1 000 Quadratmeter vergrößern.Archivfoto: Lerchbacher

Mardorf. Seit August 2006 gibt es den Aldi-Markt in Mardorf. Nun will das Unternehmen seine Verkaufsfläche vergrößern. Die 719 Quadratmeter seien nicht mehr zeitgemäß, heißt es in einem Schreiben der Aldi Immobilienverwaltung GmbH an die Stadt Amöneburg. Der Plan sei nicht, „mehr Sortiment zum Verkauf“ anzubieten, sondern das vorhandene Angebot auf einer „breiteren Fläche“ auszustellen. Dies habe „verschiedene positive Auswirkungen“ -für die Kunden als auch die Mitarbeiter.

„Der Kunde hat die Möglichkeit, die Ware auf breiter Fläche visuell besser wahrzunehmen, so dass sich das Einkaufserlebnis entsprechend verbessert“, lautet ein Teil der Begründung. Noch dazu würden hinsichtlich des demografischen Wandels durch breitere Gänge die Bedingungen für ältere, gehbehinderte Bürger mit Rollatoren oder anderen Gehhilfen optimiert.

Auch für die Mitarbeiter sei mehr Platz von Vorteil, da vermehrt Produkte auf Paletten platziert werden könnten: „Hier ersparen wir uns erhebliche Mühen und Arbeitszeit durch das Abpacken der Ware in Regale auf Podeste.“

Aldi plant zudem, das Lager zu vergrößern, einen Raum für Leergutautomaten einzurichten und einen „Schneckenverdichter“ aufzustellen, um Papier zu recyclen. „Insgesamt ist es für uns nach acht Jahren an der Zeit, den Markt entsprechend zu modernisieren und zukunftsorientiert auszurichten“, lautet das Fazit des Schreibens an die Stadt.

Für die wiederum heißt dies, dass eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig wird: Durch die Vergrößerung der Verkaufsfläche um 200 auf fast 1000 Quadratmeter werde die bei 800 Quadratmetern liegende Schwelle zum „großflächigen Einzelhandel“ überschritten, erläuterte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses. Noch dazu sei ein „regionalplanerisches Abweichungsverfahren“ notwendig, da ein Markt mit einer derart großen Verkaufsfläche nur in Ober- und Mittelzentren zulässig ist - Amöneburg jedoch gilt als Grundzentrum. Das Regierungspräsidium habe ihm mitgeteilt, dass das Vorhaben raumordnerisch vertretbar sein müsse. „Unter Berücksichtigung der vorhandenen Einzelhandelsausstattung im Stadtgebiet“ sei dies der Fall, kommentierte Richter-Plettenberg.

Er ergänzte, dass die Mardorfer Filiale zudem seit der Schließung des Aldis in Homberg/Ohm „deutlich belebter ist“, daher halte er eine Erweiterung für sinnvoll.

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses schlossen sich dieser Meinung an und gaben eine einstimmige Empfehlung für die Stadtverordnetenversammlung ab, die am Montag, 21. Juli, ab 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle in Roßdorf tagt. Stimmen auch die Stadtverordneten zu, folgt ein weiterer Schritt: Analog zum Bauleitplanverfahren wird ein „förmliches Beteiligungsverfahren“ notwendig. Auf Grundlage der eingegangenen Stellungnahme entscheidet dann die Regionalversammlung über den Antrag. Erst, wenn sie ihr Okay gegeben hat, ist der Ausbau möglich.

Richter-Plettenberg betonte, dass die Aldi-Gesamtfläche nicht größer werde: „Es fallen für den Ausbau nur ein paar Parkplätze weg - aber von denen gibt es dort ohnehin genug.“

- Auf der Tagesordnung der Stadtverordneten steht dann auch das Thema Friedhof. Mit Veränderungen an der Friedhofsordnung und der Gebührensatzung wird dann die Verlängerung der Ruhezeit von Gräbern über die bisherigen 30 Jahre hinaus ermöglicht. Zudem nimmt die Stadt Rasengrabstätten in ihren Satzungen auf (die OP berichtete).

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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