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Hatzbacher helfen sich selbst

Grillhütten-Bau Hatzbacher helfen sich selbst

1993 entstand in Hatzbach die Idee, am Grillplatz eine wetterfeste Hütte zu bauen. 23 Jahre später wird das Projekt nun in die Tat umgesetzt.

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Ortsvorsteher Frank Drescher (von links), Bürgerverein-Vorsitzender Klaus Schuchardt, Bürgermeister Christian Somogyi und Erster Stadtrat Otmar Bonacker beim Spatenstich. Foto: Schick

Hatzbach. Eine in Beton geritzte Jahreszahl erinnert an die Anfänge: Seit 1978 gibt es am Rande Hatzbachs eine Grillstelle samt gepflastertem Vorplatz - doch ebenfalls seit 1978 ist jeder, der dort zum Grillen zu Gast ist, vor der Witterung recht ungeschützt. Auch das kleine Häuschen einer früheren Bushaltestelle, das die Hatzbacher vor einiger Zeit aufgestellt haben, verschafft keine Abhilfe. Es ist zu klein und bietet keinen Komfort. „Hier sind schon einige Feste aufgrund von Gewittern abgesagt worden“, bedauert Klaus Schuchardt, der Vorsitzende des Bürgervereins.

Umso erfreulicher ist für die Dorfgemeinschaft die Nachricht, dass nach mehr als zwei Jahrzehnten der Planungen nun endlich eine richtige Grillhütte auf dem Gelände gebaut wird. Die Baugrube haben Helfer bereits ausgehoben. Ende des Jahres soll das Haus dann - sofern bei den Arbeiten alles glattgeht - genutzt werden können. Entsprechend groß war die Freude bei Ortsvorsteher Frank Drescher im Rahmen des symbolischen Spatenstichs. „Ein lang ersehnter Wunsch ist für uns in Erfüllung gegangen“, sagte er.

Schon 1993 sei im Dorf die Idee entstanden, neben der Grillstelle eine wetterfeste Hütte zu bauen, um Gästen bei Feierlichkeiten Schutz vor Wind und Regen zu gewähren. Vor allem wegen fehlender Haushaltsmittel, so Drescher, habe man das Projekt aber lange Zeit zurückstellen müssen. Auch mit Hilfe der Dorferneuerung war der Bau einer Grillhütte nicht zu realisieren. Der Grund: Die Förderrichtlinie war kurz vor der Aufnahme Hatzbachs in das Programm im Jahr 2009 geändert worden. Projekte außerhalb eines Ortes - wie es am Grillplatz der Fall war - wurden nicht mehr bezuschusst. So wagte Hatzbach 2014 einen neuen Anlauf mit der Gründung eines Bauausschusses, der Skizzen anfertigte, Materialkosten aufstellte und erneut die Stadt kontaktierte. 35000 Euro, etwa die Hälfte der Materialkosten, wurden im Haushalt eingeplant. Die andere Hälfte finanzieren die Hatzbacher selbst durch die Einnahmen der 750-Jahr-Feier. Alle Bauarbeiten müssen zudem in Eigenleistung erbracht werden. Die Koordination dessen sowie die Trägerschaft für die Grillhütte wird der Bürgerverein übernehmen.

Bauingenieur Klaus Schmidt, der aus dem Ort stammt, hat den Aufbau der Hütte in den vergangenen Monaten intensiv geplant. Etwa 132 Quadratmeter soll sie groß sein - am Haupteingang betritt man einen Gastraum, links liegen Theken und Toiletten. Dort wird es dann auch einen Aufgang auf eine zweite Etage geben, die als Stauraum für Stühle dient. Der Zeitplan für die Bauarbeiten steht derweil schon relativ konkret: in knapp zwei Wochen wird die Bodenplatte betoniert, danach kann gemauert werden. Ende Juli wollen die Hatzbacher Richtfest feiern. Schmidt berichtet von zahlreichen Anfragen für die Grillhütte, sogar für Weihnachtsfeiern von Vereinen.

von Yanik Schick

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