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Hatzbacher feiern neue Attraktion

Einweihung Hatzbacher feiern neue Attraktion

Zahlreiche Hatzbacher und Ehrengäste trafen sich am Samstag in der Ohrgasse, um die Einweihung des "Platz der fünf Tugenden" zu feiern.

Hatzbach. Es waren zwar nicht „die“ Laster, sondern „der“ Laster, der die fünf Tugenden nach Hatzbach zurückbrachte, witzelte Reinhard von Knoblauch zu Hatzbach während der Einweihung des Platzes in der Ohrgasse, auf dem seit April Abgüsse der Originalfiguren der Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung, Gerechtigkeit und Mäßigkeit stehen. Die Originale hatten sich zunächst auf dem Grundstück der Familie von Knoblauch zu Hatzbach befunden, wurden im März 2011 jedoch in die Nähe ihres Ursprungsortes nach Marburg versetzt.

Zahlreiche Gäste fanden nun zusammen, um die Rückkehr der Tugenden gemeinsam zu feiern. Der Evangelische Posaunenchor Hatzbach und der Evangelische Frauenchor Hatzbach übernahmen die musikalische Gestaltung des Abends. Ortsvorsteher Frank Drescher nutzte die Chance, alle, die bei der Gestaltung des Platzes der fünf Tugenden beteiligt waren, sein Lob auszusprechen.

Er gab auch zu, dass die Hatzbacher „erstmal geschockt waren, dass die Figuren nach Marburg umziehen werden“. Er erklärte: „Die Bürger identifizieren sich mit den Figuren“ - aber das Warten habe sich gelohnt. Zahlreiche Besucher von nah und fern hätten den neu gestalteten Platz bereits bewundert. „Der Platz der fünf Tugenden ist eine Bereicherung unseres Dorfes über die Dorfgrenzen hinaus. Hatzbach ist nun um eine Attraktion reicher“, schloss Drescher.

Auch Bürgermeister Christian Somogyi war zur Einweihung gekommen und sprach sein Lob und seine Anerkennung für die gelungene Arbeit an den Restaurator Eckehardt Schaper und seine Mitarbeiter aus. Zudem überreichte er ein Bild für das Dorfgemeinschaftshaus an den Ortsvorsteher: Es handelt sich um eine Collage mit Bildern von den Arbeiten und dem neu entstandenen „Platz der fünf Tugenden“.

Horst Erdel bereicherte die Feier mit dem geschichtlichen Hintergrund der Sandsteinfiguren. Die Gäste konnten anhand seiner Erklärungen die fast 300 Jahre andauernde Reise der fünf Tugenden des Marburger Bildhauers Johann Friedrich Sommer nachvollziehen bis hin zum neuen Zuhause der Abgüsse: dem Platz der fünf Tugenden in Hatzbach.

von Nina Schaub

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