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Hartz-IV-Betrüger verurteilt

Trotz Schenkung Hartz-IV beantragt Hartz-IV-Betrüger verurteilt

Obwohl er im Jahr 2008 von seiner Mutter Schenkungen in Höhe von 200.000 Euro erhalten hatte, stellte ein Langzeitarbeitsloser aus Kirchhain weiterhin insgesamt drei Folgeanträge beim Kreisjobcenter zum Bezug von Hartz IV.

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Das Emblem der Zuffenhausener Sportwagen-Schmiede prangt auf der Fronthaube eines Porsche. Ein solches Auto fuhr vermutlich ein ehemaliger Hartz-IV-Bezieher.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Deshalb musste sich der heute 62-jährige Rentner wegen gewerbsmäßigen Betrugs in drei Fällen vor dem Kirchhainer Amtsgericht verantworten, denn die Hartz-Gesetzgebung sieht für Leistungsempfänger lediglich einen Kapital-Freibetrag in Höhe von maximal 9.750 Euro vor.

Das unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Edgar Krug tagende Gericht verurteilte den Kirchhainer zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten, die es für zwei Jahre zur Bewährung aussetzte. Außerdem muss der Mann 2.000 Euro an das Diakonische Werk Biedenkopf und Gladenbach bezahlen.

Strafmildernd berücksichtigte das Gericht, dass der Angeklagte die zu unrecht bezogenen Hartz-IV-Gelder zurückgezahlt hat.

Wie die Verhandlung zeigte, ist der Kirchhainer trotz bescheidener Rente nicht unbedingt ein armer Mann. Er besitzt zwei Häuser, leistet sich ein kostspieliges Hobby und fährt Autos der Oberklasse.

von Matthias Mayer

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