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Handelsriese investiert doppelt

Bauprojekte Handelsriese investiert doppelt

Bis zum Sommer ist der Bau des neuen Getränkemarktes am Kirchhainer Herkules-Einkaufszentrum vollendet. Dort investiert die Rheika Delta GmbH als Edeka-Tochter einen siebenstelligen Betrag.

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Herkules gliedert seinen Getränkemarkt aus, der Neubau (kleines Foto) wird bis zum Sommer fertig. Fotos: Rinde

Kirchhain. Geräuschlos und zügig sind die Arbeiten auf dem Gelände des Herkules-Marktes in den vergangenen Monaten vorangeschritten. Das Unternehmen modernisiert, die Verkaufsflächen insgesamt ändern sich aber nicht. Dort ist die Rheika Delta GmbH als Bauherr und Betreiber ohnehin an die engen baurechtlichen und regionalplanerischen Vorgaben gebunden (die OP berichtete).

Der künftige neue Getränkemarkt mit seinem Parkplatz-areal umfasst 800 Quadratmeter, das werden rund 350 Quadratmeter mehr sein als bisher. Das Handelsunternehmen möchte das Sortiment seines Getränkehandels gerne zeitgemäß erweitern.

Dort, wo sich jetzt der Eingang zum Getränkemarkt befindet, gibt es nach dessen Umzug einen zweiten Zugang zum Herkules-Einkaufsmarkt. Wie Gregor Muth, Prokurist bei Edeka in Melsungen, erläutert, dient auch das dazu, den Markt insgesamt zeitgemäßer zu gestalten. Die Rheika Delta GmbH ist eine Tochter des Handelsriesen Edeka.

Das Lebensmittelsortiment wird nicht erweitert. „Wir werden nicht in die Breite, sondern eher in die Tiefe gehen. Es geht uns darum, zu optimieren“, erklärt Muth gegenüber dieser Zeitung. Sprich: Es wird sich bei verschiedenen Artikeln die Auswahl erweitern, insbesondere in der Obst- und Gemüseabteiltung. Im Inneren des Einkaufsmarktes hat Herkules bereits investiert und in den vergangenen Monaten den gesamten Frischetheken-Bereich modernisiert. „Nach mittlerweile elf Jahren wollen wir den Markt in Kirchhain auf den neuesten Stand bringen“, sagt Muth.

Dem vorausgegangen war das im Mai abgeschlossene Bebauungsplan-Verfahren der Stadt Kirchhain in Abstimmung mit der Regionalplanung beim Regierungspräsidium Gießen. Dabei war noch einmal bestätigt worden, was beim Bau der ersten Gebäude schon zementiert wurde: So darf Herkules eine Verkaufsfläche von 3240 Quadratmetern haben, aufgeteilt in Lebens- und Genussmittel auf maximal 2240 Quadratmetern und anderen Waren (sogenannte Non-Food-Artikel) mit maximal 1000 Quadratmetern. Es ist baurechtlich sehr genau festgeschrieben worden, welche Non-Food-Artikel in dem Markt auf welcher Verkaufsflächen-Größe gehandelt werden dürfen.

Das soll dem Schutz des Einzelhandels in der Kirchhainer Innenstadt dienen und geht auf eine Initiative des Kirchhainer Verkehrsvereins zurück. So war es bereits im ursprünglichen Bebauungsplan aus dem Jahr 2003 festgeschrieben.

Im Ostkreis hat das Mutterunternehmen Edeka noch eine zweite, deutlich größere Baustelle. In Stadtallendorf entsteht derzeit ein Edeka-Markt in der Stadtmitte. Aus Sicht des Unternehmens kommen sich dabei die beiden Standorte in den Nachbarstädten keinesfalls „ ins Gehege“.

Edeka sieht keine gegenseitige Konkurrenz

„Das beißt sich aus unserer Sicht überhaupt nicht“, betont Gregor Muth, bei Edeka in Melsungen für Expansion zuständig. Zumal es auch unterschiedliche Betreibermodelle bei Edeka und Rheika Delta gibt. Während der künftige Edeka-Markt in Stadtallendorf von einem selbstständigen Kaufmann betrieben werden wird, untersteht der Kirchhainer Herkules-Markt dem Handelsunternehmen Rheika Delta direkt. Das Unternehmen hat dort einen Filialleiter.

In Kirchhain soll der Neubau samt der Modernisierung am bestehenden Gebäude im ersten Halbjahr, möglichst bis zum Sommerbeginn vollendet sein. „In Stadtallendorf wollen wir wie gehabt im zweiten Halbjahr fertig werden“, sagt Gregor Muth. An der dortigen Baustelle, wo die ersten Säulen stehen und die Gebäudeumrisse erkennbar geworden sind, macht sich der Wintereinbruch bemerkbar. Gestern ruhten angesichts des Schnees die Arbeiten

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