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Hallen in Kirchhain, Wenkbach und Friedensdorf werden abgebaut

Notunterkünfte für Flüchtlinge Hallen in Kirchhain, Wenkbach und Friedensdorf werden abgebaut

 Wegen der sinkenden Zahl von Asylsuchenden schließt Hessen ein Drittel seiner Einrichtungen zur Erstaufnahme, abgebaut werden unter anderem die Leichtbauhallen in Kirchain, Wenkbach und Friedensdorf.

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Der alte Rewe-Markt in Kirchhain wird definitiv nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen benötigt.

Quelle: Michael Rinde

Marburg. 19 Standorte mit rund 20.000 Plätzen sollen künftig noch zur Verfügung stehen, kündigte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden an. "Parallel dazu behalten wir als passive Reserve, die wir in angemessener Zeit bei Bedarf aktivieren können, 20 Standorte mit rund 15.000 Plätzen bei."  Bislang hatte Hessen rund 60 Erstaufnahmeeinrichtungen inklusive Außenstellen. Davon sollen 23 geschlossen werden.

Nach Angaben des Ministers kommen derzeit noch rund 50 Flüchtlinge täglich nach Hessen, die in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden. Im Oktober 2015 seien es allein an einem Tag 1370 Asylsuchende gewesen.

In hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind laut Staatskanzlei derzeit 11.765 Asylsuchende registriert (Stand 19. April). Zuvor hatte das benachbarte Rheinland-Pfalz angekündigt, seine Kapazitäten zu verkleinern und einzelne Unterkünfte zu schließen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte mit Verweis auf eine ungewisse Entwicklung vor zwei Wochen davor gewarnt, leerstehende Einrichtungen komplett zu schließen. De Maizière empfahl vielmehr, sie vorläufig nur stillzulegen, damit sie notfalls schnell reaktiviert werden können.

Das Hessische Sozialministerium stellt der Öffentlichkeit vor zur Stunde in Wiesbaden das Standortorganisationskonzept der Landesregierung zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern.

Das Standortorganisationskonzept wurde bereits vor Monaten angekündigt, da es in Hessen einen großen Überhang von Plätzen gibt. Das Konzept hat große Auswirkungen für Kirchhain.

Die für 240 Flüchtlinge auf dem Kirchhainer Festplatz erbaute Leichtbauhalle wird aufgegeben, weil sie nicht benötigt wird. Das sagte Ralph-Nicolas Pietzonka, Pressesprecher des Hessischen Finanzministeriums dieser Zeitung.

Wann mit dem Rückbau begonnen werde, vermochte der Pressesprecher noch nicht zu sagen. Pietzonka machte deutlich, dass das Land Hessen auch für die 160 Flüchtlingsplätze im ehemaligen Rewe-Markt im Riedeboden keine Verwendung habe.

Dieser Standort finde sich nicht in dem Konzept, weil der Landkreis Marburg-Biedenkopf diese noch nicht benutzte Einrichtung nicht dem Land Hessen übergeben habe. Die Zukunft dieser Einrichtung liege folglich in den Händen des Landkreises. Er könne sich vorstellen, dass die Flüchtlingsunterkunft in Absprache mit dem Land zurückgebaut werde, auf Kosten des Landes Hessen.

Keine Veränderungen wird es in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Cappel, Neustadt und in Stadtallendorf geben. Die Einrichtungen in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne und in der Hessenkaserne bleiben nach dem Beschluss der Landesregierung "aktiv".

von Matthias Mayer

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