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Hainerturm beendet Dornröschenschlaf

Nacht der Keller Hainerturm beendet Dornröschenschlaf

Nach den Erfolgen in den vergangenen Jahren wächst bei den Mitgliedern des Kulturspektakelvereins die Vorfreude auf die dritte Auflage der Nacht der Keller.

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Der auf der Stadtmauer erbaute Hainerturm wird am Samstag zur Nacht der Kellers erstmals nach mehr als 35 Jahren wieder geöffnet.

Quelle: Matthias Mayer

Amöneburg. Die Nacht der Keller findet im Rahmen des Amöneburger Kulturspektakels statt und hat etwas zu bieten, was man normalerweise nicht erleben kann. Nämlich einen Blick hineinzuwerfen in Gewölbekeller, die nicht nur von der Amöneburger Historie erzählen, sondern als Veranstaltungsorte auch eine ganz besondere Atmosphäre bieten.

Nach dem tollen Erfolg mit rund 800 Besuchern im letzten Jahr geht die Veranstaltung am Samstag, den 5. September, ab 19 Uhr mit fünf neuen und insgesamt 15 Veranstaltungsorten an den Start. Zum ersten Mal wird es auf dem Marktplatz zusätzliche Sitzmöglichkeiten, ein Livekonzert und zusätzliche Bewirtungsmöglichkeiten geben. Damit reagieren die Stadt Amöneburg und der Kulturspektakelverein als gemeinsame Veranstalter auf die im vergangenen Jahr geäußerten Verbesserungsvorschläge. Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, gleichzeitig auch Vorsitzender des Kulturspektakelvereins, und die Vorstandsmitglieder Wilfried Kaul, Gabriele Clement und Rita Hörl-Eberl stellten das abwechslungsreiche Programm mit Lesungen, Musik, Tanz, Ausstellungen, Geschichten, Informationen und vieles mehr im Rathaus vor.

Nicht alle Veranstaltungen finden in diesem Jahr in Kellern statt. Zum ersten Mal ist das „Burg-Café“ in die Veranstaltung eingebunden. Dort gibt Emilia Blumenberg unter dem Titel „Elvis and a woman“ ein Konzert.

Der Hainerturm am Mauerrundweg wird auch zum ersten Mal in die Veranstaltung integriert. „Seit Anfang der 1970er-Jahre wurde der Turm nicht mehr geöffnet“, berichtet Wilfried Kaul. Sechs dicke Schrauben hielten den Eingang seit Jahrzehnten fest verschlossen. Gemeinsam mit dem ältesten Vereinsmitglied Theo Schick aus Erfurtshausen gelang es Kaul, die „wunderbare Tür“ des Hainerturms zu öffnen. Hier wird in luftiger Höhe eine Bühne für Geschichtenerzählerin Karin Kirchhain entstehen.

Für jeden Besuchersoll etwas dabei sein

Das Programm biete eine Mischung, bei der für jeden Besucher etwas dabei sei und verfolge dabei auch einen interkulturellen Ansatz, erläuterte Richter-Plettenberg. Erstmals ist der Bürgerstubenkeller geöffnet. Hier wird der syrische Autor Mohammad Altawell Gedichte aus seiner Heimat präsentieren, und auch im Rathauskeller geht es mit „Zasihall-Majamalla“, den „Wunderschön tanzenden Mädchen“ aus Stadtallendorf interkulturell zu.

Vom Hainerturm aus erreicht man schnell den nächsten Veranstaltungsort. Die Koordinatorin des Amöneburger Naturschutzinformationszentrums, Dr. Astrid Wetzel, öffnet ihre Scheune für eine Kunstausstellung mit Leihgaben der Galerie Schmalfuß und präsentiert ihr Ferienwohnungen-Projekt.

Als Veranstaltungsort neu hinzugekommen ist auch der Schlossturm. Dort gibt es Klangschalentöne und Schwingungen mit Dieter Gensler aus Mardorf (die OP berichtete). Im Franziskanerkeller, direkt am Marktplatz gelegen, gibt es historische Keller-Informationen und Cocktails. Im benachbarten Freykeller findet die Lesung „Der Kasematten-Mörder“ von Jürgen Hövelmann mit Hans-Josef Schöneberger statt. Im Literaturkeller erwartet Kai Hoffmann die Besucher mit Kinderbüchern, Literatur und Kunst in 15-Minuten-Lesungen und mit Wissenswertem über das Bücher machen.

Das Restaurant Dombäcker wird wieder seinen Weinkeller öffnen und zur Besichtigung und Verköstigung einladen. Besonders großer Andrang herrschte im vergangenen Jahr in „Lotzes“ altem Braukeller. Auch in diesem Jahr gibt es hier Biervielfalt und Bierhistorie bei selbst gebrautem Kellerbier zu erleben. Im Keller des Gasthauses Kathrein findet der Songster Musikwettbewerb mit vielen Highlights und einem Musical mit Yannick Bernsdorf seine Fortsetzung. Musik mit DJ Michel wird es wieder im Oldie Keller geben.

Mit dem Shuttlebus direkt in die Altstadt

„Das Programm ist toll geworden und die Vorfreude wächst“, freut sich Gabriele Clement. Wieder sei eine Beteiligung der Berger an der Veranstaltung und mit ihren Kellern erreicht worden, hob sie hervor.

Direkt auf dem Marktplatz wird die Gießener Coverband „Lebendig“ mit der Mischung aus deutschem Pop und Singer-Songwriter-Musik mit Liedern von Gregor Meyle, Tim Benzko, Andreas Bourani bis Xavier Naidoo die Besucher bestens unterhalten.

Am Marktbrunnen startet um 22.30 Uhr die beliebte Wanderung zur Wenigenburg unter der Führung von Bürgermeister Richter-Plettenberg und mit Geschichtenerzählerin Karin Kirchhain. Der Veranstalter empfiehlt, Taschenlampen mitzubringen. Fackeln sind nicht erlaubt. Alle Keller sind von 19 bis 23 Uhr geöffnet. Das Programm findet von 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr statt. Ein Busshut­tle bringt die Besucher kostenlos vom Sportplatz in die Altstadt.

von Karin Waldhüter

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