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Haifische knabbern an den Weibern

Karneval Haifische knabbern an den Weibern

Dieses Mal dauerte es nur bis zur Hälfte der ­ersten Schunkelrunde, bis die rund 500 närrischen Weiber in der Stadtallendorfer Stadthalle auf den Tischen standen und feierten.

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Moderatorin Ina musste mit den Seeleuten gemeinsam den „Haifischalarm“ überstehen, was natürlich gelang.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Der hervorragende Ruf des Stadtallendorfer Weiberfaschings, ausgerichtet von der Katholischen Frauengemeinschaft St. Michael, bestätigte sich am Donnerstagabend wieder einmal. Annemarie Hühn als Moderatorin hatte überhaupt keine Mühe, das Narrenvolk in Stimmung zu bringen.

Mehr als 500 Besucher erlebten den Weiberfasching der Katholischen Frauengemeinschaft St. Michael in Stadtallendorfs Stadthalle. Auf der Bühne dominierten die Frauen der Gruppe "Flotte Lotten" das über vierstündige Programm. Die närrischen Weiber hatten außerdem reichlich Spaß bei den Stimmungsrunden.

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Das war vor allem der Leistung der „Flotten Lotten“ geschuldet. Diese Gruppe prägte mit ihren Sketchen und Showeinlagen wieder das Programm, zeigte Wandlungsfähigkeit und Stehvermögen bis gegen Mitternacht - sei es beim Orientexpress am Anfang oder der Westernshow gegen 23 Uhr am Abend. Während des Programms brillierten die 14 Frauen auch auf andere Weise. Etwa bei ihren Interpretationen auf der „Herren-“ oder später der „Damentoilette“.

Flotten Lotten treffen den richtigen Ton

Bei den Damen ging es um die Aufhübschung vor den Spiegeln. Auf der einen Seite kamen Kajal- und Lippenstift zum Einsatz, bei der anderen Dame Margarine statt Fettcreme und Mehl statt Puder. Diese Dame interpretierte das Verschönern vor dem Spiegel eindrucksvoll anders. Während sich Frau mit Parfüm einsprühte, schüttete sich ihr Gegenüber halt Maggi-Würze ins Gesicht.

Das optische Ergebnis war eindrucksvoll. Ob als Kermit der Frosch und Miss Piggy oder später beim Ärger einer Frau mit ihrem Mann, die Frauen der Flotten Lotten trafen den richtigen Ton. Bei Kermit und Miss Piggy gab es wieder einige Freundlichkeiten, etwa die Bemerkung, dass Frauen wie Zigaretten seien und sich das ganze Gift im Mundstück befinde.

Eine herausragende Showeinlage war auch der Haifischalarm bei „Ninas Nacht“ in Hamburg. Nachdem „Nina“ vermerkt hatte, dass sie ja eigentlich schon zu viel Sex gehabt habe, bekam sie es mit einigen Seeleuten zu tun. Und danach zogen die Haie durch die Halle, knabberten Darsteller und Besucher an - der Spaß im Publikum war groß.

Männliche Ehrengäste lassen es sich gefallen

Zu einer Karnevalsveranstaltung in Stadtallendorf gehört unweigerlich auch die Anwesenheit des Prinzenpaares des FCKK samt Hofstaat. Prinzessin Andrea I. und Prinz Jens I. hatten sichtlich Spaß am Geschehen in der Stadthalle. „Was für eine Stimmung hier“, kommentierte der Prinz gegenüber der OP beeindruckt. Natürlich gab es männliche Ehrengäste, „Christina Somogyi“ und „Ottilie Bonacker“ (der Bürgermeister und der Erste Stadtrat) wurden nach der Begrüßung gleich zu Bedienungen degradiert und an die Bar geschickt.

Tanz auf Spitzenniveau zeigten zwei Frauen: die Funkenmariechen Ann-Christin Falker und Alena Weitzel. Die „Ahndorfer Marerje“, die „Welle Watz Weiber“, die „Wilden Hühner“, die Flipper- und die Prinzengarde, sie alle zeigten, dass Showtanz sportlich und sehr anspruchsvoll ist. Das gilt gleichermaßen für die Gruppen der „Dancing Diamonds“, der „Feuer­hexen“ und das professionelle Tanzpaar.

Doch noch einmal zurück zu den „Flotten Lotten“. Hinter diesem Gruppennamen stehen aktuell die Frauen Beate Feldpausch, Simone Falker, Gisela Homburg, Regina Kremer, Barbara Matyschik, Johanna Bendl, Sylvia Ossinger (ein Urgestein), Cornelia Prill, Ursula Quirmbach, Astrid Schneider, Patrizia Fida und drei neue, wenn auch nicht unbekannte Gesichter: Caolon Lauber, Sabrina Theissig und Katharina Feike.

von Michael Rinde

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