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Härte der Bänke gerät in Vergessenheit

Weihnachtskonzert Härte der Bänke gerät in Vergessenheit

Fünf Chöre sowie einige Musiker bescherten den Besuchern der vollbesetzten Pfarrkirche Mariä ­Geburt und Johannes der Täufer in Roßdorf am vierten Advent zwei abwechslungsreiche Stunden.

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Der Projektchor hatte sich extra für das Adventskonzert gegründet.Fotos: Klaus Böttcher

Roßdorf. Alle zwei Jahre am vierten Adventssonntag findet in der Kirche ein Konzert statt. Wie beliebt dies bei den Roßdorfern und in den Nachbargemeinden ist, wurde schon an dem Besucherstrom deutlich, der weit vor Konzertbeginn einsetzte. Über 100 Mitwirkende präsentierten dann ein zweistündiges Programm, das großen Beifall erntete und die Besucher die Härte der Kirchenbänke vergessen ließ.

Norbert Rausch hatte zusammen mit seiner Nichte Johanna Rausch die Moderation übernommen. Sie wussten nicht nur etwas zu den vorgetragenen Stücken zu erzählen, sondern erfreuten die Besucher mit einigen Kurzgeschichten. Den Musikreigen eröffnete dann Organist Raimund Ried mit „Winter Wonderland“, bevor der Jugendchor seinen Auftritt hatte. Die rund 25 jungen Menschen präsentierten mit Instrumentalbegleitung unter Leitung von Marius Maus drei Stücke und zeigten, dass weihnachtliche Lieder auch flott vorgetragen werden können. Gerade bei den Liedern „Freut euch, ja freut euch“ und „In der Nacht von Bethlehem“ traf dies zur Freude der Besucher zu.

Der Jugendchor ist ebenso ein Teil des Gesangvereins „Sängerlust“ wie die Schola, die es gewöhnt ist, in der Kirche aufzutreten. Stimmgewaltig ließen die Mitglieder zwei Stücke in lateinischer Sprache von der Empore erschallen. Ganz weihnachtlich wurde es bei dem Auftritt des Projektchors, der sich eigens für das Konzert gegründet hatte und nach nur sechs Probestunden einen grandiosen Auftritt hinlegte. Unter Begleitung der Band des Jugendchors und der Leitung von Marius Maus sangen sie unter anderen „Leise rieselt der Schnee“ und schmetterten beim „Hört, der Engel helle Lieder“ das „Gloria“.

Der Männerchor im Gesangverein „Sängerlust“ hat zwar nicht mehr so viele Mitglieder, aber trotzdem zeigten die verbliebenen Sänger unter der bewährten Leitung von Bernhard Wieber mit Liedern wie Ludwig van Beethovens „Hymne an die Macht“, wie herrlich der Gesang eines reinen Männerchors klingen kann.

Ebenfalls unter der Leitung von Bernhard Wieber hat sich der Chor „Cantilena“ innerhalb des Gesangvereins im Laufe der Jahre zu einem stimmgewaltigen gemischten Chor gemausert. Einst als Projektchor gegründet, sind die über 30 Aktiven eine feste Größe im Roßdorfer Kulturleben geworden. Sie sangen unter anderem „Wunder gescheh’n“.

Die Roßdorfer Musikanten gehören im Dorf zu jeder Veranstaltung dazu. Und so sorgten sie beispielsweise mit einem „Weihnachtsmedley“, das von der engagierten Leiterin Ramona Kräling arrangiert wurde, für Unterhaltung.

Gemeinsam mit Raimund Ried an der Orgel zeigten Ewald Bieker (84 Jahre alt) und David Stock (9 Jahre alt) mit ihren Saxophonen, dass Musik generationsübergreifend ist. Ihr zweistimmig gespieltes „Ich bete an die Macht der Liebe“ und Ewald Biekers Lieblingsstück „Amazing grace“ erschallten von der Empore und waren der Höhepunkte des gelungenen Konzertabends, der mit Glühwein und Bratwurst auf dem Hof der Sternstuben ausklang.

von Klaus Böttcher

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