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„Grundschul-Campus“ hat vorerst noch keine Chance

Stadtallendorf „Grundschul-Campus“ hat vorerst noch keine Chance

Die Idee, beide Standorte der Grundschule I zusammenzulegen, bleibt im Entwurf des neuen Schulentwicklungsplanes des Kreises unberücksichtigt. Damit bleibt die Nordschule vorerst erhalten.

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An der Grundschule I gibt es seit Längerem konkrete Überlegungen, den Standort Nordschule aufzugeben. Archivfoto: Rinde

Stadtallendorf. Aus der Stellungnahme der Stadt Stadtallendorf zum Schulentwicklungsplan-Entwurf lässt sich leichte Skepsis zu der Idee herauslesen, das Gebäude der Nordschule aufzugeben und dafür den Standort Bärenbachschule entsprechend zu erweitern.

So heißt es dort, dass die Notwendigkeit der Schließung der Nordschule geprüft werden sollte, da künftig mehr als 50 Prozent der Kinder der Grundschule I aus dem Einzugsgebiet der Nordschule kämen.

Im Jugend- und Sozialausschuss betonte Fachbereichsleiter Hubertus Müller zugleich die Bedeutung, die in einer wohnortnahen Schule liege. Bürgermeister Christian Somogyi ergänzte den Hinweis, dass für den Kreis als Schulträger andere Investitionen zunächst wichtiger seien als die Ausgabe von 6 bis 7 Millionen Euro für das Grundschule-I-Projekt.

Michael Bonnard, Leiter der Grundschule I und vehementester Werber für eine Zusammenlegung der Schulstandorte, ist allerdings keineswegs entmutigt. „Noch gibt es keinen Grund zu zweifeln, dass daraus etwas werden kann“, sagte er gestern im Gespräch mit der OP. Bonnard geht sowieso davon aus, dass Zusammenlegung und Ausbau der Bärenbachschule wohl erst ab dem Jahr 2020 Realität werden könnte. Das Projekt firmiert in der Schule unter dem Begriff „Campus G I“. Laut Bonnard gibt es Unterstützung von Schulelternbeirat wie auch Kollegium dafür. Aus Sicht des Rektors sind nicht allein Schülerzahlen ausschlaggebend für eine Zusammenlegung. „Schülerzahlen sind ohnehin schwer zu prognostizieren“, betont Bonnard. Er verweist auf wirtschaftliche wie auch pädagogische Argumente die dafür sprächen, diesen bedeutenden Schritt zu tun.

Der Anbau an die Bärenbachschule könnte auf dem Gelände des Bauhofs der Stadt erfolgen. Problematisch wird es, wenn die Stadt ihre Pläne für den Bauhofsneubau doch noch ändern sollte (die OP berichtete).

An anderen Schulstandorten in Stadtallendorf wird es nach jetzigem Stand keine größeren Einschnitte geben. So bleibt bei der Grundschule II alles beim alten, beide Standorte sollen wie bisher weiter bestehen. Bei der Grundschule Erksdorf/Hatzbach soll eine Zusammenlegung an einem Standort zumindest geprüft werden. Das war vor Ort bereits erwartet worden. Auch für die Georg-Büchner-Schule (GBS) gibt es keine Veränderungen. Allerdings steht die Befürchtung im Raum, dass die Schülerzahl-Beschränkung für die fünften Klassen der Kirchhainer Alfred-Wegener-Schule aufgehoben werden könnte.

Das könnte für die GBS ein Absinken der eigenen Schülerzahlen zur Folge haben, heißt es in der Stellungnahme der Stadt Stadtallendorf an den Kreis.

von Michael Rinde

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