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Grünes Licht für Grundstückstausch

Stadtallendorf Grünes Licht für Grundstückstausch

Der Verlagerung des geplanten Edeka-Marktes näher an die Stadtmitte heran steht nichts mehr Wege. Stadt und Unternehmen haben sich über den nötigen Grundstücks-Tausch geeinigt.

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Der leerstehende frühere Baumarkt soll in nicht mehr allzu ferner Zukunft abgerissen werden,
einen Teil des Grundstücks bekommt im Tausch die Stadt. Archivfoto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Der geplante Bau eines Edeka-Marktes im Herzen Stadtallendorfs hat sich insgesamt verzögert. Doch jetzt kann der Wunsch, den Markt mit 2500 Quadratmetern Verkaufsfläche näher an die Stadtmitte heranzusetzen, in Erfüllung gehen. Der Markt soll sich unmittelbar an das Kaufhaus-Gebäude anlehnen.

Damit das möglich wird, war am Ende noch eine Vereinbarung über den Tausch von Grundstücken nötig. Edeka hatte das frühere Baumarkt-Grundstück mit 9979 Quadratmetern gekauft. Die Stadt ist Eigentümer der neuen Bauenflächen. Wenn alle Tauschgeschäfte wie zwischen Stadt und Edeka vereinbart abgeschlossen sind, dann besitzt die Stadt rund 1200 Quadratmeter Grund und Boden mehr, Edeka entsprechend weniger. Dafür ist ein Ausgleich von 170000 Euro von der Stadt zu zahlen. Der Kaufpreis richtet sich nach der Boden-Richtwerkarte des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Edeka übernimmt die Kosten für die Verlegung der Straße des 17. Junis im Bereich des Bahndammes einschließliches dem Bau eines Minikreisels. Die Verkehrssicherungs-Pflicht bleibt danach bei der Stadt.

Einen großen Teil ihres künftigen Grundstücks, auf dem sich noch der leerstehende Baumarkt befindet, wird die Stadt künftig an Edeka zurückverpachten. Dort sollen ebenfalls Parkplätze entstehen.Für die Erbpacht bekommt die Stadt im Jahr 8500 Euro vom Unternehmen. Alle Parkplätze, die das Unternehmen schafft, sollen für Jedermann nutzbar sein. Allerdings wird es eine Parkzeit-Beschränkung geben, über die sich Unternehmen und Stadt noch verständigen müssen.

Neu hinzu bekommt die Stadt außerdem ein weiteres Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Feuerwehr-Stützpunkt. Diese Fläche könnte in der Zukunft zum Beispiel zur Stützpunkt-Erweiterung dienen, aber auch bei Bedarf für ganz andere Bauprojekte.

Im Bau- und Planungsausschuss hatte es seitens mehrerer Fraktionen bereits Lob für das Verhandlungsergebnis gegeben. So war es am Donnerstagabend keine Überraschung, dass die Stadtverordneten den geschlossenen Vereinbarungen einstimmig zustimmten. In den Markt setzt die Stadt große Hoffnungen. Schließlich soll er am Ende die Funktion eines Frequenzbringers erfüllen, der Kunden in die Stadtmitte bringt.

Er habe von Edeka das Signal bekommen, dass der alte Baumarkt möglicherweise noch dieses Jahr abgerissen werden könne, erklärte Bürgermeister Christian Somogyi gegenüber der OP. Sämtliche Verhandlungen hätten in einem sehr guten Gesprächsklima stattgefunden.

In der November-Sitzung soll das Thema Edeka-Markt ein weiteres Mal auf die Tagesordnung des Stadtparlaments kommen. Dann wird über die nötige Änderung des Bebauungsplanes abschließend beraten und entschieden. Damit hätte die Stadt ihre „Hausaufgaben“ für die Ansiedlung des neuen Lebensmarktes dann komplett erledigt. Vom Handelsunternehmen selbst war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten.

von Michael Rinde

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