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Grüne holen starkes Ergebnis

Trends Ostkreis Grüne holen starkes Ergebnis

In den Ostkreis-Kommunen haben sich die Wähler als Anhänger des Kumulierens und Panaschierens erwiesen. Deshalb sind bei den Endergebnissen noch erhebliche Veränderungen möglich.

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Ostkreis. In Stadtallendorf schafft die Partei Bündnis 90 / Die Grünen nach zwei Legislaturperioden Pause ein zweistelliges Ergebnis, zumindest nach dem Trend von gestern Abend. Demnach kommen die Grünen auf 13,9 Prozent der Stimmen. Sie wären damit die drittstärkste politische Kraft in der zweitgrößten Stadt des Landkreises.

Die Stadtallendorfer CDU verliert erheblich Stimmen. Sie kommt im Trendergebnis auf 42,5 Prozent, ein Minus von knapp 5 Prozent. Die Christdemokraten bleiben, sollten sich die Verhältnisse beim Endergebnis bestätigen, aber eindeutig stärkste politische Kraft.

Die SPD liegt bei 31,9 Prozent. Damit hätte sie geringfügig Stimmen eingebüßt. Verloren hat auch die FDP. Sie schafft 5 Prozent, was einem Stimmenverlust von 1,4 Prozent entspräche.

Leichte Verluste erleiden beim Vergleich zwischen den gestrigen Zahlen und dem Endergebnis von 2006 die Republikaner. Bei den gestern ausgezählten reinen Listenstimmen erreichen die Republikaner 6,6 Prozent. Das wäre ein Minus von 0,5 Prozent.

In Stadtallendorf ist der Trend etwas gefestigter als in anderen Städten. Dort wurden gestern zumindest 38 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt.
In Neustadt blieben die Machtverhältnisse im Stadtparlament angesichts des Trendergebnisses wahrscheinlich erhalten: Die CDU wäre mit 49,3 Prozent stärkste Fraktion. Allerdings hat sie gegenüber dem Endergebnis von 2006 dramatisch Stimmen verloren. Vom Wegfall der Republikaner kann die Union nicht profitieren.

Spannend bleibt die Frage, ob die Union wieder mit einer absoluten Mehrheit regieren kann. Die Neustädter SPD gewinnt nach den gestrigen Zahlen ähnlich deutlich, wie die CDU Stimmen verloren hat. Die SPD käme auf 41,4 Prozent der Stimmen. Sollte sich dieses Ergebnis bestätigen, dann wäre dies für Neustadts Sozialdemokraten ein beinahe historischer Erfolg.

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) steht mit 9,3 Prozent vor leichten Stimmengewinnen. Allerdings: Auch in Neustadt flossen gestern gerade einmal 31 Prozent der abgegebenen Stimmen in das Trendergebnis ein.
Die Mutmaßung liegt nahe: Möglicherweise hat Amöneburgs SPD gestern auch von den hohen Sympathiewerten von Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg profitiert. Der haushohe Wahlsieger trat zwar als unabhängiger Kandidat an, ist aber Sozialdemokrat.

Sollte sich das Trendergebnis bestätigen, stünde Amöneburgs CDU mit 34,3 Prozent der Stimmen vor einer deutlichen Wahlniederlage.

Die SPD wäre mit 32 Prozent der Stimmen beinahe gleichauf. Die FDP schafft 2,2 Prozent bei ihrer ersten Kommunalwahl in Amöneburg. Ob sie in das Stadtparlament einzieht, hängt damit von der weiteren Stimmenauszählung ab.

Bei den beiden angetretenen Wählergemeinschaften deuten sich keine großen Veränderungen in der Wählergunst an: Die FWG (19 Prozent) hat im Trendergebnis leicht hinzugewonnen, die AWG (12,5 Prozent) hingegen leicht verloren.

von Michael Rinde

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