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Großseelheimmeldet wieder mal Land unter

Unwetter flutet Hauptstraße und Keller Großseelheimmeldet wieder mal Land unter

Einige Jahre hatten die in Sachen Hochwasser leidgeprüften Großseelheimer Glück. Aber am Dienstagabend wurde der größte Kirchhainer Stadtteil von den Fluten vollerwischt.

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Weltuntergangsstimmung am Dienstagabend in Großseelheim: Der Marburger Ring steht nach einem schweren Unwetter unter Wasser.
Foto: Nico Schröder/ Feuerwehr

Großseelheim. Gegen 18.20 Uhr tobte östlich der Lahnberge eine Gewitterfront, die den Großteil ihrer Wasserfracht über Bauerbach und Großseelheim entlud. Es schüttete wie aus Eimern, Sichtweite zum Teil nur 20 Meter. Großseelheim mit seiner Tallage bekam das Wasser doppelt ab: Zunächst direkt aus den Wolken und dann auch noch von den oberhalb gelegenen Hängen. Die Folge: Der Marburger Ring wurde innerhalb kurzer Zeit überflutet, etliche Keller liefen voll.

Einen durch die überlaufende Bauerbach überfluteten Marburger Ring hat es früher nach Starkregen in Großseelheim häufig gegeben. Seit der Inbetriebnahme des Rückhaltebeckens an der Bauerbacher Kläranlage blieb das Dorf nach Unwettern trocken.

Am Dienstagabend war das anders. „Wir haben es extrem abgekriegt“, sagte Ortsvorsteher Helmut Hofmann gestern auf Anfrage der OP. Nach seinen Feststellungen war nicht die Bauerbach allein für die Überflutung verantwortlich. Von den Feldern ergossen sich über die Feldwege wahre Sturzbäche verschlammten Oberflächenwassers in das Dorf, sagte Hofmann, der von einer sehr gedrückten Stimmung im Ort sprach.

Glücklicherweise blieben die Großseelheimer nicht allein. „Unsere Feuerwehr hat schnell gehandelt und Schlimmeres verhindert und das Team vom Bauhof hat gleich nach dem Abfließen des Wassers die Straße gereinigt“, stellte Helmut Hofmann dankbar fest.

Hofmann sieht in dem Dienstag-Ereignis keinen Grund, die Debatte um die gescheiterte Bauerbach-Renaturierung wiederzubeleben. Hilfreich für den Hochwasserschutz sei allein ein Rückhaltebecken oberhalb des Ortes, aber das werde nicht mehr gefördert. Alternativ warb Helmut Hofmann dafür, den Stauraum des Uni-Rückhaltebeckens oberhalb von Bauerbach besser auszulasten und die Einmündung der Bauerbach in die Ohm zu verbreitern, um die Rückstaugefahr des gefällearmen Gewässers zu vermindern.

von Matthias Mayer

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