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Großseelheimer Schützen rufen Verwaltungsgerichtshof an

Streit mit der Stadt Kirchhain Großseelheimer Schützen rufen Verwaltungsgerichtshof an

Der Schützenverein Großseelheim ruft im Konflikt mit der Stadt Kirchhain zur Wahrung seiner Rechte den Hessischen Verwaltungsgerichtshof an. Das teilte der Verein am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung mit.

Großseelheim. Der Rechtsstreit hat zwei Hintergründe, die miteinander verbunden sind:

n Die Kirchhainer Stadtverordneten fassten am 17. November 2014 mit den Stimmen der Koalition den Satzungsbeschluss für ein Neubaugebiet, das bis auf 60 Meter an die Anlage des Schützenvereins heranreicht. Um den Lärmschutz für die künftigen Anwohner zu gewährleisten, soll der Pistolenstand auf Kosten der Grundeigentümer eingehaust werden. Der Verein müsste die Kosten für die Abluftanlage, deren Wartung und Filter tragen, was nach Angaben des Vorstand die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins weit übersteigt.

n Mit Datum vom 17. November 2014 kündigte die Stadt, die Eigentümerin des von den Schützen genutzten Grundstücks ist, dem Schützenverein den Pachtvertrag. Wie Bürgermeister Jochen Kirchner gegenüber der OP mitteilte, erfolgte die Kündigung nicht, um die Schützen zu vertreiben, sondern um eine rechtliche Besserstellung des Vereins zu erreichen. Bei einem ­Gespräch mit der Stadt wurde dem Vorstand des Schützenvereins laut Mitteilung am Donnerstag ein Kaufangebot für das Grundstück gemacht, das wegen der damit verbundenen Verpflichtungen für den Verein wirtschaftlich nicht tragbar sei. Die Folge: Der Verein wandte sich am Freitag per Eilantrag an den Verwaltungsgerichtshof.

von Matthias Mayer

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