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Großes Lob für den Gemeinsinn

Großseelheim im Europa-Wettbewerb Großes Lob für den Gemeinsinn

Hans Verheijen wollte sich gestern Abend noch nicht darauf festlegen, ob Großseelheim Sieger des Europäischen Dorferneuerungspreises wird. Sicher war sich das Jury-Mitglied darin, dass die 2000 Großseelheimer jetzt schon Gewinner sind.

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Eine Prozession der besonderen Art: Jury und Begleiter ziehen hinter der Europa-Flagge aus der Kirche aus.

Quelle: Matthias Mayer

Großseelheim. Spätestens bei dieser Festlegung durften die engagierten Mitglieder der Arbeitsgruppe Dorfwettbewerb um Ortsvorsteher Helmut Hofmann sicher sein, dass sich die neuerlichen Wettbewerbs-Vorbereitungen mit all den Anstrengungen und Aufregungen der vergangenen sechs Monate gelohnt haben.

Und diese wurden auch gewürdigt. Das Team mit seinen 16 Referenten wurde den ganzen Tag über getragen von einer riesigen Welle der Solidarität. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Landrätin Kirsten Fründt, ein Vertreter der hessischen Sozialministeriums, Kirchhains Erster Stadtrat Konrad Hankel und der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis waren gekommen, um der Arbeitsgruppe den Rücken zu stärken und die Daumen zu drücken.

Rundgang durch den mehr als 1200 Jahre alten Ort

Aber auch die Großseelheimer ließen ihr Team mit den 16 Fachreferenten nicht im Stich. Bis zu 350 Bürgerinnen und Bürger begleiteten zeitweise den Rundgang durch den mehr als 1200 Jahre alten Ort. Und in deren Zug reihte sich auch der künftige Kirchhainer Bürgermeister Olaf Hausmann ein, der nach einem dienstlichen Termin aus Hagen herbeigeeilt war.

Das blieb der Jury nicht verborgen. „Die große Gruppe hat mich sehr beeindruckt. Jeder kennt seinen Platz im Dorf - von der Oma Gertrud bis zum Kleinkind“, sagte Jurorin Anna Terlecka-Krowicka. Auch deren Kollege Hans Verheijen würdigte den Gemeinsinn der Großseelheimer: „Ihr habt es gut zusammen in Großseelheim. Die Devise, nicht meckern, sondern machen, ist Euch auf den Leib geschneidert“, sagte er.

Die während des vierstündigen Rundgangs von den 16 Referent gehaltenen Kurzvorträge hatten der Jury zuvor überzeugend nahegebracht, warum Großseelheim „offen für Neues und offen für Neue“ ist und wie die Dorfgemeinschaft ihre Zukunftsfähigkeit auf allen Ebenen selbst gestaltet.

Die Entscheidung der Jury wird in rund vier Wochen fallen.

von Matthias Mayer

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