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Großes Comeback nach langer Pause

Konzert Großes Comeback nach langer Pause

Eine Zugabe nach der Zugabe, minutenlanger Applaus und strahlende Musiker - all das gab es beim Adventskonzert des Posaunenchors Bracht zu hören und zu sehen.

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Die Musiker des Posaunenchors Bracht begeisterten am ersten Adventswochenende ihr großes ­Publikum. Foto: Sophie Kaufmann

Bracht. „Es fühlt sich an wie ein Comeback“, begrüßte Peter Rambow, Vorsitzender des Chores, die rund 520 Zuhörer in der ausverkauften Mehrzweckhalle in Bracht. Comeback? Warum das? Weil das Konzert eigentlich alle zwei Jahre stattfindet, die Brachter aber nun ganze vier Jahre warten mussten.

Nun endlich hatte das Warten ein Ende, drei Mal ruft ein Gong die Zuhörer auf ihre Plätze und dann endlich fällt der Vorhang. Noch keinen Ton haben die Musiker gespielt und dennoch ernten sie Applaus, denn alle sind froh, dass vier lange Jahre nun vorbei sind. Rambow kündigt ein Adventskonzert und gleichzeitig ein Neujahrskonzert an, denn der evangelische Posaunenchor feiert mit seinem Konzert nicht nur den ersten Advent, nein, es wird auch das neue Kirchenjahr eingeläutet.

Und dann geht es los, die Musiker bringen einen „Hauch von Wien“ nach Bracht. Mit flotten Stücken oder langsamen Balladen, von Strauss junior bis Verdi, Ballett, Oper, Walzer oder Märsche - für viele verschiedene Musikgeschmäcker war etwas im Programm vorgesehen.

Wer irrigerweise vorher dachte, dieses Posaunenchor-Konzert sei nur ein bisschen „Dicke-Backenmusik“, war nach dem Konzert eines Besseren belehrt worden. Überall klatschten die Zuhörer mit, die Füße tippten im Rhythmus und beim Udo-Jürgens-Medley stimmte der ein oder andere Zuhörer ein leises „aber bitte mit Sahne“ an.

Weihnachtliche Stimmung kam auf, als Chorleiter und Moderator Karsten Dittmar die Geschichte vom kleinen Trommlerjungen erzählte und anschließend das „papapa-pam-pam“ der Brachter Trommeln in der Mehrzweckhalle erschallte. Auch die Zuhörer wurden von Dittmar gefordert, denn gemeinsam wurde nach „Handel in Rock“, der rockigen Version, das altbekannte Kirchenlied „Tochter Zion“ gesungen. Ein Höhepunkt folgte an dem Abend dem nächsten und einer davon war mit Sicherheit auch die Performance des Hits „Let it go“ aus dem Disney-Musical „Frozen“. Gänsehaut war vorprogrammiert, als Meike Emrich das Leiden der einsamen Eiskönigin Elsa musikalisch verkörperte, die sich ihrem Schicksal fügt.

„Wir wollen Qualität bieten“, stellt Wiegand Schütz das Ziel des Chores klar. Dafür haben die 48 aktiven Musiker seit Anfang des Jahres geprobt. Mehrmals in der Woche und zu einem Probenwochenende im November hatten sie sich getroffen, um gemeinsam Musik zu machen, sich auf das große Konzert vorzubereiten und den Nachwuchs zu integrieren.

Das hat sich im Ergebnis sehr gelohnt. Denn es gab strahlende Gesichter, ob bei Musikern oder Zuhörern. Gemeinsam ließen sie den Abend bei kulinarischen Leckereien und Kaltgetränken ausklingen. „Wir haben ja noch vier Jahre aufzuholen“, lacht Dittmar und lädt die Zuhörer zu weiteren geselligen Stunden ein.

von Sophie Kaufmann

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