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Großer Einsatz mit viel Freude

Verdienstkreuz Großer Einsatz mit viel Freude

Jahrzehntelang brauchte der Niederkleiner Wilhelm "Willi" Brand ein gutes Zeitmanagemant für seinen großen Einsatz.

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Die Enkel Nick und Ben hielten nach der Verleihung die Urkunde für Wilhelm Brand, Landrätin Kirsten Fründt, Ehefrau Maria und Minister Thomas Schäfer (rechts) gratulierten. Foto: Herghenhan

Niederklein. Mit enormer Ausdauer und auf vielen verschiedenen Ebenen hat sich der Niederkleiner Wilhelm Brand ehrenamtlich eingebracht (die OP berichtete), unter anderem bei zahllosen Bauprojekten. Dementsprechend begann Landrätin Kirsten Fründt ihre Rede anlässlich der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes am Bande mit den Worten: „Sie haben als Fachmann auf diesem Gebiet Ihre eigene Ortsgemeinschaft im wahrsten Sinn des Wortes untermauert.“

Es ist nicht die erste Auszeichnung,die Brand in seinem Leben erhalten hat, vor allem seine langjährigen Verdienste bei der freiwilligen Feuerwehr brachten ihm schon einige hochkarätige Ehrungen ein. Brand hatte sich doch bereits 1968 mit der Gründung der Jugendfeuerwehr Niederklein hervorgetan.

„Meistens ist es unserer Erfahrung nach so, dass Menschen, die so viel Einsatz zeigen, diese Leistung gar nicht als Opferung ihrer Zeit wahrnehmen, sondern echte Freude daran haben,“ meinte Fründt. „Sonst hätte ich es auch nicht gemacht,“ pflichtete Brand bei.

„Ich freue mich sehr heute sozusagen einen ehemaligen Angestellten auszeichnen zu dürfen“ sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Das Staatsbauamt, bei dem Brand in der Bauaufsicht gearbeitet hat, unterstand seinerzeit dem Finanzministerium. Schäfer übergab die hohe Auszeichnung.

Natürlich bedeutet ein so umfangreiches Engagement wie das von Wilhelm Brand auch, dass die Familie häufig auf ihn verzichten musste. Denn auch wenn Schäfer ihm ein hervorragendes „Zeitmanagement“ attestierte, wenn Bauamt, Umweltamt, Ortsgericht, Feuerwehr, Gesangverein, Musikkapelle oder Kirchengemeinde allesamt von einem Menschen profitieren, ist jede Woche kurz. „Wenn meine Maria nicht mitgemacht hätte, wäre das alles sofort aus gewesen,“ meinte Brand. Für die Zukunft wünscht sich der noch immer sehr aktive Rentner, dass das Ehrenamt weiterhin von jungen Menschen mit getragen wird. „Natürlich bekommt man auf der Suche nach freiwilliger Unterstützung und Geldern immer auch mal dumme Antworten. Aber oft meinen das die Leute gar nicht so und wenn man lange genug dranbleibt, dann findet sich immer noch jemand, der bereit ist zu helfen“, sagte Brand.

von Marcus Hergenhan

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