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Große Pläne für das Freibad 2.0

Schritt für Schritt zum Erlebnisbad? Große Pläne für das Freibad 2.0

„Ich habe den Bezug zum Freibad gänzlich verloren. Mir fehlte der Anreiz, dort hinzugehen“, stellt er fest. Für die jüngere Generationen seien mehrere Attraktionen aus dem Bad verschwunden, sagt der Kirchhainer beim Ortstermin mit der OP und nennt beispielhaft das Drei-Meter-Sprungbrett, das Trampolin, die Schwimminsel und das Freiland-Schach.

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Das Kirchhainer Freibad zählt zu den schönsten der Region, ist aber in die Jahre gekommen. Frank Wagner wirbt für eine schrittweise Umgestaltung des Bades. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Daran möchte Frank Wagner nun etwas ändern. Sein Fernziel: Aus dem in die Jahre gekommenen Freibad soll ein „Erlebnisbad werden, dass gemeinschaftliche Erlebnisse schafft.“

Beim Wort „Erlebnisbad“ stellen sich jedem Stadt-Kämmerer die Nackenhaare auf, und der passionierte Frühschwimmer, der in Ruhe seine Bahnen schwimmen will, fröstelt im wohltemperierten Beckenwasser. Die Verwirklichung eines solchen Projektes würde die gesamte Jahresinvestitionssumme der Stadt um ein Mehrfaches überschreiten. Und man muss kein Prophet sein, wenn man sagt, dass die Kommunalaufsicht entsprechende Haushalte nie genehmigen würde.

Die Kostenfragespielt noch keine Rolle

Die Kostenfrage interessiert Frank Wagner derzeit überhaupt nicht. Er wünscht sich, dass sich möglichst viele Kirchhainer jetzt mit zwei Fragen befassen: Möchte ich ein solches Bad haben? Was bin ich bereit, dafür zu tun?

Den Anstoß, sich mit dem Freibad zu beschäftigen, gab eine Diskussion zu dem Thema während des OP-Wahlforums zur Kirchhainer Bürgermeisterwahl. Frank Wagner kam auf die Idee, Visionen für das Freibad zu schaffen, diese zu visualisieren, um möglichst viele Bürger ins Boot zu holen. Der Kirchhainer machte sich an die Arbeit, entwarf einzelne Module für das an einen Landschaftspark erinnernde Freibad-Gelände und integrierte sie virtuell auf dem Areal. Darunter befinden sich kleine Projekte wie eine Matschbahn für Kinder, ein eigentlich selbstverständliches Sonnensegel für das Planschbecken und ein Spielplatz. Es gibt aber auch große Module wie eine Riesenrutsche, die das Gefälle des Hangs ausnutzt und einen Wellness-Bereich mit Sauna-Landschaft. Im Zentrum steht jedoch die Umgestaltung des Beckens in eine Mischung aus Sport-Becken und Wasserlandschaft.

Seine Vorstellungen stoßen auf Anklang. Die Facebook-Gruppe Freibad hat inzwischen mehr als 400 Mitglieder, die SPD-Stadtverordneten luden ihn zu einer Fraktionssitzung ein. Gut 300 Arbeitsstunden am Computer hat Frank Wagner inzwischen in das virtuelle Freibad 2.0 investiert. Dabei entstand unter anderem eine zweieinhalbstündige Video-Präsentation.

Frank Wagner ist sich darüber im Klaren, dass Teile seines Konzeptes möglicherweise nie oder erst schrittweise in 20, 30 Jahren umgesetzt werden. Sein Ziel sei es, über eine Petition der Stadtpolitik nahezubringen, dass das Konzept dem Mehrheitswillen der Bürger entspricht. Dann könnten beispielsweise bei der Sanierung der unterirdischen Bad-Infrastruktur schon auf die künftige Gestaltung Rücksicht genommen werden.

nInternet: http://freibadkirchhain.wix.com/initiativeee

von Matthias Mayer

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