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Große "Freude" über neues Hallenbad

Karneval Große "Freude" über neues Hallenbad

Das Angebot aus Momberg konnte "Thomas Gottsack" einfach nicht ablehnen - und so stand er am Samstagabend erstmals beim Karneval des Tauzieherclubs vor 150 Zuschauern auf der Bühne.

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Die Ranze-Funken und Gabi Wüst (kleines Bild) sorgten für Höhepunkte.

Quelle: Karin Waldhüter

Momberg. Andernorts ziehen sie zu elft und in Begleitung von vielen Gardetänzerinnen in den Saal ein. In Momberg tritt er ganz allein auf die Bühne: Sitzungspräsident „Thomas Gottsack“ (Sebastian Sack) - der Nachfolger von Edwin Lotter. Mit blonder Lockenperücke und weiß-goldenem Glitzeranzug erinnerte er nicht nur äußerlich an Thomas Gottschalk, sondern gab sich auch humorvoll schlagfertig wie sein Vorbild.

Extra für den Abend habe man ein Schwimmbad angelegt, erklärte er dem Publikum und spielte dabei auf den Wasserschaden in der Umkleidekabine an. Dabei hätte alles noch schlimmer kommen können. „Wir haben Glück gehabt, dass die Kisten mit den Kostümen nicht auf dem Boden standen“, erklärte Sack - ausnahmsweise voller Ernst - im Gespräch mit der OP.

Mit der ersten Tanzgruppe des Abends, der Momberger-Mini-­Showtanzgruppe, kündigte „Gottsack“ die einzigen Darsteller des Abends an, die kleiner seien als er selbst. Mit flinken Tänzen, Kostümprämierung, witzigen Sketchen und humorvollen Büttenreden unterhielten die Akteure auf der Bühne das Publikum bis nach Mitternacht.

Humorvoller Sketch über Bauernhof

Nicht nur der Momberger-Mini-Showtanzgruppe war die erste Rakete des Abends sicher, auch die „Ranze-Garde“ und die „Ranze-Funken“ vom Sportverein, die Kfd-„Tanz-Gang“ und das Männerballett der Tauzieher wurden genauso bejubelt und mit dem dreifach donnernden Momberger Faschingsschlachtruf „Hangerschte Verresht“ belohnt.

An einem Tisch nahmen Maria Luise Wolf und Iris Ebel zum humorvollen Sketch „Bauernhof“ und zum Lösen eines Kreuzworträtsels in der „Rentner Bravo“ Platz. Eine Frage lautete: Wie heißt Bürgermeister auf Englisch? Zur Antwort gab‘s den „Bürgerking“. Auch die Frage nach einem stillgelegten Freudenhaus stellte keine Schwierigkeiten dar: „Auspuff“.

Humorvoll ging es mit der Büttenrede von Gabi Sack und dem Lied „Hast du deine Tabletten schon genommen“ weiter. „Drei Tabletten am Tag sollen das Gedächtnis retten, doch ich frag mich, ob ich sie schon eingenommen hab“, erklärte Gabi Sack und sorgte mit ihrer Mimik für Extra-Lachsalven.

Beste Unterhaltung aus der Bütt

„Ohne Punkt und Komma“ plauderte Karl-Heinz Schreiner von seinem Alltag mit seiner Frau. „Wenn ich tot bin, kannst du dich dann in eine andere Frau verlieben?“, habe seine Frau gefragt. „Dafür musst du nicht unbedingt sterben“, erklärte Schreiner trocken und reihte Witz an Witz.

Im Sketch „Kardiologe“ erläuterten Stefanie Senftleben und Katharina Stark humorvoll, wofür ein „kleiner Stromschlag“ so alles gut sein kann. Faschingslegende Gisela Wüst erklärte unumwunden, dass sie im vergangen Jahr „genullt“ habe: „Die fünf ist weg und auch die neun, jetzt hilft mir in Momberg jeder Hansebambel bei grün über die Ampel.“ Sie berichtete zudem von einer Ballonfahrt, die es als Geburtstagsgeschenk gab - und die nicht ganz ungefährlich ist für alle diejenigen, die Sack heißen: „Die werden als Ballast abgeworfen.“

In der Bütt ging Susanne Wilhelm dann in Mengsberger Platt „Online im Nerz“ shoppen. Mit überzeichneten homosexuellen Klischees sorgten Florian Schreiner, Andi Decher und Dorothe Sack für Lacher. In dem kurzen Stück „Eisenbahn“ standen noch einmal Dorothe Sack und Eva Maria Decher gemeinsam auf der Bühne.

von Karin Waldhüter

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