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Großbaustelle steht vor Abschluss

Jetzt wird asphaltiert Großbaustelle steht vor Abschluss

Die Großbaustelle in Schwabendorf steht heute vor dem letzten großem Akt: Auf der Ortsdurchfahrt wird die drei Zentimeter starke Deckschicht aufgetragen.

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Heute bekommt die Ortsdurchfahrt in Schwabendorf mit der Deckschicht den letzten Feinschliff. 

Quelle: Matthias Mayer

Schwabendorf. Das teilte Bauleiter Markus Schneider gestern auf Anfrage der OP mit. Es sei möglicherweise der letzte Tag im Jahr, an dem asphaltiert werden könne, sagte Schneider mit Blick auf den erwarteten Kälteeinbruch. „Wir werden am Donnerstag arbeiten können, weil es keinen Niederschlag geben soll“, zeigte sich der Bauleiter zuversichtlich. Allerdings müsse der Asphaltmischung wegen der niedrigen Temperaturen ein Spezialmittel beigemischt werden. Wann die Straße für den Durchgangsverkehr wieder freigegeben wird, vermochte Schneider gestern noch nicht zu sagen. Ursprünglich sollte die Ortsdurchfahrt bis zum 14. Dezember gesperrt bleiben.

Das Bad Endbacher Bauunternehmen Hinterlang arbeitet seit April an der anspruchsvollen Großbaustelle, für die die Sanierung der Brachter Straße und deren Erweiterung um einen kombinierten Fuß-/Radweg nur ein Baustein ist. Die Erneuerung von Kanal und Wasserleitungen, die Verlegung von Glasfaserkabeln für schnelle Internet-Zugänge und der Bau des Nahwärmenetzes, das mehr als 80 Häuser in Schwabendorf mit biologisch erzeugter Nahwärme versorgt, führte die Baustelle auch in die entlegenen Winkel des Dorfes.

Auch für das Nahwärmenetz kündigte Schneider ein vorfristiges Ende der Bauarbeiten an. Die letzten Gräben des Nahwärmenetzes würden noch in dieser Woche verfüllt. Danach werde nur noch in den Häusern gearbeitet, in denen noch einige Übergabestationen zu installieren seien, erklärte der Bauleiter.

Die Nahwärmegenossenschaft Schwabendorf möchte noch in diesem Jahr ihre Mitglieder mit Nahwärme versorgen. An der noch fehlenden Hardware dazu wird derzeit noch mit Hochdruck gearbeitet. Der große Wärmepufferspeicher, der wegen Lieferschwierigkeiten erst spät geliefert wurde, steht inzwischen neben dem Maschinenhaus der Schwabendorfer Biogasanlage auf dem Gelände der Familie Müller. Der Großbehälter soll in der kommenden Woche erstmals mit Wasser befüllt werden, das mit nicht benötigter Abwärme aus dem Maschinenhaus erhitzt wird. Der Speicher ist eins von zwei Backup-Systemen des Nahwärmenetzes. Reicht an besonders kalten Tagen die von den Stromgeneratoren gelieferte Wärme nicht aus, gibt der Speicher Wärme ab. Reicht auch dann die Wärmeleistung nicht, springt der im Bürgerhaus stehende Spitzenlastkessel an, der mit Heizöl betrieben wird.

„Die Biogasanlage arbeitet einwandfrei“, urteilt Heinrich Müller über die Wärmequelle. Heinrich Müller hat die Anlage gemeinsam mit seinem Sohn Karsten und zwei Berufskollegen gebaut.

von Matthias Mayer

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