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Großalarm nach Anschlag auf Bahn

Schilder auf dem Gleis Großalarm nach Anschlag auf Bahn

Der Lokführer eines in Richtung Marburg fahrenden Intercitys bemerkte am Sonntag um 13.55 Uhr nach Passieren des Neustädter Bahnhofs einen Schlag an seiner Lok. Gleichzeitig sah er vier dunkelhäutige Menschen vom Gleis der Main-Weser-Bahn davonlaufen. Der Lokführer informierte über Funk sofort die Bundespolizei und löste damit einen Großalarm aus.

Neustadt. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Neustädter Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge bestand die Gefahr, dass möglicherweise eine weitere Person zum Kreis der fliehenden Gruppe gehörte, die möglicherweise von dem IC erfasst und weggeschleudert sein könnte. Bei einem tödlichen Unfall, der sich im Sommer im Neustädter Bahnhof ereignet hatte, zeigte sich, dass Flüchtlinge die Gefahren an deutschen Bahnstrecken nicht einschätzen können.

Deshalb entsandte die Bundespolizei eine Streife, eine Hubschrauberbesatzung und ihren Notfall-Manager nach Neustadt. Zugleich bat sie die Polizeistation Stadtallendorf um Amtshilfe. Diese schickte für die Suchaktion zwei Streifen nach Neustadt.

Wie die Stadtallendorfer Polizei gegenüber dieser Zeitung berichtete, brachte die Suche nach einer verletzten oder getöteten Person kein Ergebnis. Die Suche wurde um 16.15 Uhr abgebrochen. Stattdessen fanden die Polizisten die Überreste zweier Verkehrsschilder am Gleis, die offenbar vor den Zug gelegt worden waren.

Dieser Anschlag auf die Bahn gilt strafrechtlich als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Die Bundespolizei ermittelt.

von Matthias Mayer

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