Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Grillhütte wird zum Sanierungsfall

Ortsbeirat stell Geld bereit Grillhütte wird zum Sanierungsfall

Über einen akuten Notfall berichtete Schönbachs Ortsvorsteher Dieter Lauer während der jüngsten Ortsbeiratssitzung: die Schönbacher Grillhütte.

Voriger Artikel
"Sie sind ein Glücksfall für Roßdorf"
Nächster Artikel
Diebesgut landet auf der Anklagebank

Der durchhängende Dachfirst zeigt: Die Schönbacher Grillhütte ist aus dem Lot geraten. Foto: Matthias Mayer

Schönbach. Seit 35 Jahren thront der Holzbau hoch über dem Kirchhainer Stadtteil. Inzwischen hat der Zahn der Zeit mächtig an den Gebäude genagt. Das wird schon bei oberflächlicher Betrachtung der Grillhütte deutlich. An den Fenstern löst sich der Lack großflächig ab, die zweiflügelige Eingangstür steht nach außen und lässt sich nicht mehr richtig schließen und der Dachfirst hängt erkennbar durch.

Wie Dieter Lauer dem Kollegium berichtete, hat die Grill­hütte nicht nur ein optisches, sondern ein strukturelles Problem. Eine Untersuchung habe ergeben, dass tragende Balken in Teilen völlig weggefault seien. Das habe unter anderem zu einer Schieflage der Rückwand geführt, sagte der Ortsvorsteher.

Für ihn stehen zwei Dinge fest:

n Die massiven Schäden lassen sich nicht in Eigenleistung beheben. Eine Fachfirma muss die Statik der Grillhütte retten. n Die Kosten für die Reparaturen werden in die Tausende gehen. Diese Belastung darf man nicht allein dem Verschönerungsverein überlassen.

Der Ortsvorsteher schlug vor, die vom Ortsbeirat verwalteten Erlöse aus der Schön­bacher 750-Jahr-Feier für die not­wendigen Zimmerei-Arbeiten anzutasten. Dieser Topf sei mit rund 12000 Euro noch gut gefüllt, sagte Lauer. Die beiden Ortsbeiräte Fionn Wittkowsky und Peter Rein stimmten den Vorschlag zu. In einem nächsten Schritt sollen die Schäden begutachtet und Kostenvoranschläge eingeholt werden.

Sehr kritisch äußerte sich der Ortsbeirat über die für Juni geplante Verkehrssituation in Schönbach. Im Juni wird die Kreisstraße zwischen Großseelheim und Schönbach grundhaft saniert und voll gesperrt. Ebenfalls im Juni beginnen die Sanierungsarbeiten an der Anzefahrer Eisenbahnbrücke, die bis in den Oktober gehen. Das bedeutet: Schönbach ist mindestens für einen Monat nur noch über ein Schlupfloch zu er­reichen: Über die Straße aus Richtung Niederwald, die zu finden intime Ortskenntnisse erfordert. Der Wirt der Schön­bacher Gaststätte habe schon befürchtet, dass er dann ganz schließen könne, hieß es aus dem Gremium.

Kein Verständnis hatte der Ortsbeirat für die nicht angekündigte Vollsperrung der Straße Großseelheim-Schönbach für die Verlegung des Glas­faserkabels. Selbst während der Osterfeiertage sei die Sperrung nicht aufgehoben worden.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr