Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Grenzgänge, Altstadtfest und Festzug

750 Jahre Rauschenberg Grenzgänge, Altstadtfest und Festzug

Das Programm für die große Festwoche steht. Das Jubiläumsfest 750 Jahre Stadtrechte Rauschenberg kann kommen.

Voriger Artikel
Bürgermeister-Kandidaten stellen sich Bürgern
Nächster Artikel
Auf einer Deichseite fallen die Bäume

Der Vorstand des Festausschusses 750 Jahre Rauschenberg freut sich auf die Festwoche (von links) Andreas Pigulla, Gerhard Friedrich, Thorben Reith, Horst Siegert und Stefan Schleiter. Foto: Mayer

Rauschenberg. Der Vorstand des Festausschusses um die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden Gerhard Friedrich und Stefan Schleiter erläuterte im Gespräch mit dieser Zeitung die Besonderheiten des Programms.

Da ist zuerst der Grenzgang zu nennen. An drei Tagen wird die komplette Gemarkungsgrenze abgelaufen. Damit das überhaupt gelingen kann, waren erhebliche Vorleistungen erforderlich. Andreas Pigulla berichtete von mehreren Arbeitseinsätzen für das Freischneiden von Wegen und Grenzsteinen. „Im Hirschgrund gibt es entlang der Grenze einen seit 25 Jahren nicht mehr genutzten Forstweg, der völlig zugewachsen war“, schilderte Andreas Pigulla eines der vielen Probleme, die, so Horst Siegert, seit zwei Jahren abgearbeitet werden. An der Gemarkungsgrenze zu Himmelsberg seien die Grenzsteine in sehr gutem Zustand, je weiter es ins Feld gehe, umso schwieriger werde es, gut erhaltene Grenzsteine zu finden, sagte Horst Siegert.

Zwei der Etappen sind 14 Kilometer lang, die dritte führt über 9 Kilometer. Begleitet werden die Grenzgänger vom ehemaligen Rauschenberger Revierförster Henning Kaiser, der zu fast jedem Weg eine Anekdote zu erzählen hat, wie Andreas Pigulla berichtete. Bei allen Etappen gibt es auf halber Strecke einen Frühstücksplatz, wo es ebenso musikalische Unterhaltung gibt wie am Ziel. Von dort kehren die Wanderer mit einem Shuttle-Service in die Stadt zurück.

Die zweite Besonderheit ist das Altstadtfest an Fronleichnam, die wohl aufwändigste Veranstaltung überhaupt. In der Altstadt gibt es allein fünf Aktionsbühnen und der Musik-Beauftragte Thorben Reith hat alles gegeben, diese mit Bands und Chören zu füllen, wie ein Auszug aus der Set-Liste zeigt: Boptown Cats, Heads, Fetzer Blues Band, René Weiß mit Kinderchor, Samuel Boss mit Band, Die Zwerns, Deoko-Hirsche, Headliners, Fat Lazy Days, die Posaunenchöre Schwabendorf und Bracht, B-3-Express, Rauläbsch, Gesangvereine, Poetry Slam und Nachwuchsbands. Zudem gibt es Auftritte und Aktionen in den historischen Gewölbekellern der Stadt. Im Weindorf (Alte Försterei) und auf dem Marktplatz gibt‘s zudem ein Volksfest. Firmen und Vereine präsentieren sich in der Altstadt und für Kinder gibt es eine Spielstraße.

Die dritte Besonderheit ist der Festzug am Sonntag, der unter dem Motto sagen- und märchenhaftes Rauschenberg steht. „Aktuell haben wir fast 50 Anmeldungen. Die Gruppen stellen klassische Märchenmotive, und die Rauschenberger Vereine stellen aus dem reichen Fundus Rauschenberger Sagen dar“, sagte Stefan Schleiter. Der Zug führt vom Rewe-Markt bis zum Festplatz hoch. Eine besondere Erwähnung verdient auch das Rauschenberger Theater am Bau, das in der Festwoche zweimal in der Kratz‘schen Scheune das auf Rauschenberg umgeschriebene Stück „Das Gauklerlied - Liebe und List im Gerberviertel“ aufführen wird.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr