Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
GmbH bietet Ärzten viele Optionen

Gesundheitszentrum GmbH bietet Ärzten viele Optionen

Am Samstag weiht die Herrenwald Wohnbau GmbH ihr neues Gesundheitszentrum in der Niederkleiner Straße ein. Das Gebäude ist vollständig vermietet.

Voriger Artikel
Rücktritt löst Krise im Ortsbeirat aus
Nächster Artikel
Neustädter Baustellen-Saison beginnt

Das „Gesundheitszentrum“ ist fertiggestellt, die Mieter sind zu einem großen Teil bereits eingezogen. Privatfoto

Stadtallendorf. „Eigentlich ist alles optimal gelaufen“, so das kurze Fazit von Konrad Busch, einem der beiden Geschäftsführer der Herrenwald Immobilien GmbH. Das Unternehmen, eine Tochter der Genossenschaft „Herrenwald Wohnbau“ ist Bauherr des „Gesundheitszentrums“ in der Niederkleiner Straße. Der Neubau ist, wie angekündigt, per Brücke mit dem erst 2011 eingeweihten Geschäftshaus der Herrenwald GmbH, verbunden. Künftig wolle man beide Gebäude als Einheit sehen, erklären Busch und Friedhelm Steidl, der zweite Geschäftsführer.

Der Gebäudekomplex hat die oberer Niederkleiner Straße bereits nachhaltig verändert und zweifellos auch weiter aufgewertet. Während der Bauphase hat es auch Änderungen gegeben: Eigentlich sollte dort erst zu einem späteren Zeitpunkt ein Fitness-Studio geschaffen werden. Jetzt wird Clever fit bereits in wenigen Wochen eröffnen.

Reisebüro, AWO und der Gesundheitsmarkt Kaphingst sind ebenso eingezogen wie das Eiscafe im Erdgeschoss. Im Wohn- und Geschäftshaus befinden sich bereits Arztpraxen und eine Apotheke.

27 Unternehmen aus der Region haben den Neubau errichtet. Damit ist das Unternehmen seiner Selbstverpflichtung treugeblieben, ausschließlich heimische Unternehmen bei seinen Bauprojekten zu beauftragen. Die Grundsteinlegung fand im November 2012 statt. Zu dem Gebäudekomplex gehören unter anderem 250 Parkplätze und auch einige Garagen.

Wie viel die Herrenwald Immobilien GmbH in das Projekt investierte, bleibt offen.

Gespannt erwartet wird die Entwicklung auf der Ärzteetage, ein zentrales Element des Gesundheitszentrums. Eine Trägergesellschaft hat die rund 1000 Quadratmeter große Etage komplett angemietet. Das Projekt wird vom Marburger Professor Siegfried Bien vorangetrieben. Bien äußerte sich gestern im Vorfeld der Einweihung gegenüber der OP. „Wir sind auf sehr, sehr gutem Weg“, ist der Mediziner überzeugt. Ein Stadtallendorfer Orthopäde hat dort bereits seine Praxis eingerichtet, ein Röntgengerät ist installiert. Dessen Praxis werde eine Gruppe von Orthopäden übernehmen, so Bien.

Auch wenn sich Bien nach wie vor nicht zu weiteren Praxisansiedlungen oder ärztlichen Fachrichtungen äußern will, verbreitet er Zuversicht: „In Zukunft wird in Stadtallendorf eine gute, relativ komplette medizinische Versorgung bestehen. Wir werden dabei keine Konkurrenz zu den schon niedergelassenen Ärzten bilden.“ Noch etwa ein halbes Jahr, so schätzt Bien, wird es dauern, bis die „Ärzteetage“ voll ist.

Eine Träger-GmbH bietet Ärzten, die auf der Etage im Gesundheitszentrum praktizieren wollen, „die Gesamtheit aller nichtärztlichen Tätigkeiten“ an. Das ist nicht mit dem Begriff des Medizinischen Versorgungszentrums zu verwechseln. Zunächst entscheiden die Mediziner selbst, in welcher Rechtsform sie dort eine Praxis betreiben. Die Gesellschaft bietet ihnen je nach Wunsch Ausstattung und Service-Dienstleistungen wie zum Beispiel die Übernahme der Abrechnung oder der Terminvergabe.

Entscheidend ist die Wahlfreiheit bei der Rechtsform, wie auch Bien betont. So ist es auch denkbar, dass Fachärzte nur tageweise in Stadtallendorf praktizieren, ihren kassenärztlichen Sitz aber weiterhin in einer anderen Stadt behalten. „Ein solches Modell lohnt sich auch für ländliche Regionen, um dort die ärztliche Versorgung langfristig sicherzustellen“, sagt Bien.

Siedelt sich auf diesem Wege dann letztlich auch ein Radiologe oder ein Neurologe in Stadtallendorf an? Dazu möchte sich Bien unter Hinweis auf laufende Gespräche nicht äußern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr