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Glöckchen bleibt in prominenter Hand

Parlament Glöckchen bleibt in prominenter Hand

Die Mitglieder der drei Amöneburger Fraktionen haben in einem offenbar sehr einvernehmlichen Gespräch festgelegt, wer in der kommenden Legislaturperiode welche Positionen besetzen soll.

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So setzte sich die letzte Stadtverordnetenversammlung zusammen. Die konstituierende Sitzung des neu zusammengestellten Gremiums findet am Montag, 18. April, ab 19.30 Uhr in Erfurtshausen statt.

Quelle: Archivfoto

Amöneburg. Die beiden in der Kommunalpolitik wichtigsten Positionen bleiben selbstverständlich in den Händen der stärksten Fraktion. Und die CDU macht dabei auch keine Experimente, sondern setzt auf bewährte Kräfte: Sie schlägt vor, dass Stefan Heck, Bundestagsabgeordneter aus Mardorf, Stadtverordnetenvorsteher und Bernd Riehl (Erfurtshausen) Erster Stadtrat bleibt - was FWG und SPD auch absegnen wollen.

Nach, laut Fraktionsvorsitzenden, guten Gesprächen scheint klar, dass die Stadtverordneten allen Vorschlägen für die verschiedenen Posten in der konstituierenden Sitzung (Montag, 18. April, 19.30 Uhr im Bürgerhaus Erfurtshausen) zustimmen werden.

Für Heck gleich doppelt Grund zur Freude: Zum einen fühle er sich geehrt, dass die Christdemokraten ihn weiter als Stadtverordnetenvorsteher sehen wollen. Zum anderen finde er es gut, dass auch die anderen Fraktionen ihn im Amt bestätigen wollen: „Das ehrt mich sehr“, betont er und spricht von einer „ehrenvollen Aufgabe“, an deren Erfüllung er zudem viel Spaß habe.

Veränderungen an der Spitze der Ausschüsse

„Für mich ist es außerdem wichtig zu wissen, was vor Ort passiert und den Kontakt zu den politisch in der Verantwortung stehenden Personen zu halten.“ So bleibe er in den Themen und könne die Politik aktiv mitgestalten. Besonders gut finde er zudem, dass „die Kollegen“ Verständnis für seine besondere Situation hätten und ihm bei den Sitzungsterminen entgegenkämen: Die eine Hälfte des Jahres sind schließlich Sitzungswochen des Bundestages in Berlin - mit Anwesenheitspflicht. Nur die andere Hälfte kann er während der „Wahlkreiswochen“ in der Heimat verbringen.

Während als Stadtverordnetenvorsteher und als Erster Stadtrat also „alte Bekannte“ auf der Vorschlagsliste auftauchen, so kommt es an der Spitze der Ausschüsse zu Veränderungen - die nicht überraschen, da Peter Greib (AWG) und Rudi Rhiel (FWG) nicht mehr für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert hatten.

Den Haupt- und Finanzausschuss soll künftig Reinhard Franke (CDU) leiten, den Fraktionsvorsitzender Jan-Gernot Wichert als „unseren Finanzexperten“ bezeichnet, der nicht nur Sachverstand habe, sondern auch „hinter die Kulissen blicken“ und Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg ­gegebenenfalls auch die Stirn bieten könne.

Vorsitzender des Bauausschusses soll Rainer Schick (FWG) werden. „Er hat großes Interesse an der Bauerei, die notwendigen Kompetenzen und ist gut in der Lage, den Ausschuss zu leiten“, kommentiert Fraktionsvorsitzender Stefan Lauer.

Noch keine Vorschläge für stellvertretende Parlamentschefs

Die Stellvertreter soll die SPD stellen, die Winfried Nau (Finanzausschuss) und Sefa Elmaci (Bauausschuss) ins Rennen schickt.

Den Magistrat bilden sollen Bernd Riehl, Bernhard Schick, Dirk Wieber und Ottmar Graf (alle CDU), Jochen Luzius und Peter Benner (FWG) sowie Peter Hörl und Tim Rotärmel (SPD). Letzterer habe zwar in Amöneburg nicht, wohl aber im Landkreis, zur Wahl gestanden, berichtet Fraktionsvorsitzender Winfried Kaul.

Nun lebe er wieder in der Stadt und sei ein guter Mann für den Magistrat, ergänzt Kaul, der mit seiner Fraktion auch noch Heinrich Neumann als Ersatzkandidaten nominieren will. Dieser habe als AWG-Mitglied im Magistrat gute Arbeit geleistet, erklärt er.

Noch keine Vorschläge gibt es für die drei Stellvertreter des Stadtverordnetenvorstehers. Relativ sicher scheint derweil, dass aufseiten der SPD zwei Gewählte auf ihren Platz in der Stadtverordnetenversammlung verzichten werden: Diethelm Reinmüller aus Altersgründen und Winfried Bieker, weil er sich auf sein Engagement im Roßdorfer Ortsbeirat konzentrieren möchte.

Bei der FWG könnte es derweil immer wieder Wechsel an der Spitze zwischen Lauer und Karl Jennemann geben. Beide seien beruflich stark eingebunden und müssten schlicht sehen, wie gut sich Ehrenamt und Beruf unter einen Hut bringen ließen, erklärt Lauer.

Koalitionspläne gibt es keine. Er plane, „mehr fraktionsübergreifende, vertrauliche Gespräche zu führen“, sagt Kaul, der mit seiner Fraktion den inzwischen parteilosen und komplett parteiunabhängigen Bürgermeister „wohlwollend aber kritisch“ unterstützen will. Eine gewisse Nähe zueinander sehen weiterhin die CDU und die FWG. „Aber wenn die anderen gute Ideen haben, dann sind wir auch da dabei“, betont Wichert.

von Florian Lerchbacher

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