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Gleich der Auftakt begeistert

Neujahrskonzert Gleich der Auftakt begeistert

Am 1. Januar in Marburg, am 2. Januar in Stadtallendorf: Für das Studenten-Sinfonieorchester begann das Konzertjahr gleich turbulent. In Stadtallendorf waren die Zuhörer wieder begeistert.

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Eine überzeugende Leistung bot insgesamt 75-köpfige Ensemble des Marburger Studenten-Sinfonieorchesters in der Stadtallendorfer Stadthalle.

Quelle: Yanik Schick

Stadtallendorf. Nicht einmal 48 Stunden war das neue Jahr alt, da strömten schon rund 550 Menschen in die ausverkaufte Stadthalle. Das große Neujahrskonzert des Studenten-Sinfonieorchesters Marburg, das seit einigen Jahren in Stadtallendorf eine zweite Heimat gefunden hat, mochte niemand missen. Für viele ist es inzwischen bereits feste Tradition geworden. Arnold Pleyer aus Stadtallendorf zum Beispiel hat sich den Auftritt der Studierenden zum Jahreswechsel schon häufiger angesehen. „Es ist jedes Jahr eine wahre Freude, dass so viele junge Menschen musikalisch begeistert sind“, erzählte Pleyer am Rande des Konzerts.

Am Freitag hatte der faszinierte Zuhörer deshalb Verwandtschaft eingeladen: Brigitte und Johann Eichhorn aus Kirchhain kannten zwar das Orchester, waren aber zum ersten Mal beim Neujahrskonzert in Stadtallendorf mit dabei. Und wie gefiel es nun dem Ehepaar? „Wir haben es gerade mit dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker von gestern verglichen“, berichtete Brigitte Eichhorn, „und ich denke, das Marburger Orchester hätte das auch spielen können.“ Das ist ein großes Kompliment für das knapp 75-köpfige Ensemble der Philipps-Universität. Schließlich gilt das Neujahrskonzert in der österreichischen Hauptstadt als eines der bekanntesten der Welt.

Lob von allen Seiten

In der Stadtallendorfer Stadthalle waren die Eichhorns, so erklärten sie glücklich, vom ersten Moment an mitgenommen. Das Stück zum Einstieg, „Finlandia“ von Jean Sibelius, imponierte vor allem Johann Eichhorn.

„Schon das war ganz toll“, sagte er, lobte dann aber auch die Interpretation der Werke von Johann Strauss - „Annen-Polka“ und „Rosen aus dem Süden“.

Ganz ähnlich fiel das Fazit des Stadtallendorfer Ehrenbürgers Manfred Vollmer aus, der gemeinsam mit seiner Frau Margot den Klängen zum Jahresanfang lauschte. Er sei zwar kein Experte, betonte er, aber dennoch gefalle ihm diese Musikrichtung ausgesprochen gut. „Deswegen ist es toll, dass sich das Konzert hier in Stadtallendorf so etabliert hat“, merkte Vollmer an.

Drei Zugaben bilden Abschluss

Zum Ende hin spielte das Studenten-Sinfonieorchester unter der Leitung von Ulrich Manfred Metzger mit „On The Waterfront“ (Leonard Bernstein) den großen Höhepunkt des Konzerts. Es folgten noch drei Zugaben, darunter Rossinis „Figaro“ vom Solisten Jean-Luc Waeber und zu guter Letzt der „Radetzky-Marsch“.

Vor allem der Erste Stadtrat Otmar Bonacker war von den Schlussakkorden begeistert. „Ganz hervorragend. So etwas nimmt man immer mit ins neue Jahr hinein“, sagte er.

„Ein solches Konzert gehört zur Kultur. Ich bin stolz darauf, und deshalb unterstütze ich das auch“, antwortete der Stadtallendorfer Rainer Eckel auf die Frage, warum er Jahr für Jahr wieder zu den Auftritten des Sinfonieorchesters kommt.

Umso mehr dürfte es ihn und hunderte andere Zuhörer freuen, dass die musizierenden Studierenden auch im kommenden Jahr definitiv wieder in Stadtallendorf spielen werden.

von Yanik Schick

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